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Weitere Titel der Serie
Originaltitel
![]() Homepage der Autorin Vicki Pettersson Im Vergleich... leichter, softer, langsamer
Tochter der Träume Die dunkle Macht des Mondes Unsterbliche Versuchung Greywalker Das erste Zeichen des Zodiac Bleicher Morgen Untot mit Biss Süßer als Blut Verführung der Nacht Die Nacht der Magie Nightwalker Teufelsbraut dunkler, härter, schneller |
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Das erste Zeichen des Zodiac von Vicki Pettersson auf Deutsch erschienen im September 2008 im Blanvalet Verlag 580 Seiten, Taschenbuchformat Preis: EUR 8,95 ISBN: 3442265630 EAN: 978-3442265633 Übersetzt von Simon Weinert und Hannes Riffel |
Leseprobe
Er
sah ganz und gar nicht gefährlich aus, zumindest nicht auf den ersten Blick. Aber
als junge Frau kann man nie genug auf der Hut sein, wenn man sich auf ein Blind
Date einlässt. Deshalb hatte ich darauf bestanden, Mr. Sand in einem
vielbesuchten Steakhouse zu treffen, das inmitten all der Casinos und
Spielbanken auf dem Las Vegas Strip lag. Öffentlicher als hier, dachte ich,
sind wir an keinem öffentlichen Ort. Als ich jedoch seine Augenringe und die
eingefallenen Wangen sah, wo sich Schatten von der gedämpften Beleuchtung
einnisteten, und beobachtete, wie er mit einem Stück Blauschimmelkäse und einem
Endivienhäppchen spielte, gelangte ich zu der Einschätzung, dass an Mr. Sand
eigentlich nichts unheimlich war außer seinem ausgeprägten
Selbstbeherr- schungstick. Es bestand keine andere Gefahr als die, an Langeweile zu
krepieren. Allerdings hatte ich ihn da noch nicht richtig kennengelernt. Und
ich war auch noch nicht gestorben. Das sollte erst am nächsten Tag passieren. Die
wahren Absichten von Mr. Sand konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht kennen –
das hat sich seither allerdings geändert. Damals hätte ich mir nicht träumen lassen,
dass es durchgeknallte Mörder mit Pferdegesicht und so gar keinem Sinn für Mode
gibt. Sein Adamsapfel über dem Kragen seines gebügelten Hemdes hüpfte wie eine
Boje auf und ab, so dürr war er, und an seinen Hand und Fingergelenken traten
deutlich sichtbar die Knochen hervor. Er sah aus wie Ichabod Crane, der
Constable aus Sleepy Hollow, in einem zu weiten Anzug. Nicht unbedingt einschüch- ternd.
Mal abgesehen von seinem Äußeren konnte er auch mit seinem Namen keinen Schnitt
machen. »Ajax?«, wiederholte ich, als unsere Suppen serviert wurden. Ich war
mir nicht sicher, ob ich richtig gehört hatte. Er nickte und nahm seinen Löffel
in die Hand, obwohl er ihn, wie ich bemerkte, nicht benutzte. »Ajax.« »Wie das
Putzmittel?« Er lächelte mit zusammengepressten Lippen. »Nein, wie der
griechische Krieger.« Also wirklich. Ich verfluchte meine Schwester dafür, dass
sie schon wieder ein Blind Date für mich arrangiert hatte. Und mich selbst,
dass ich mich darauf eingelassen hatte. Aber ich nahm mir mit Vehemenz vor,
trotzdem nur die glänzende Seite der Medaille zu betrachten. Immerhin konnte
dieser Typ gehen, ohne ein Bein nachzuziehen. Und auch wenn die Frau in mir
schon beim ersten Anblick zurückgezuckt war, so hatte immerhin die Fotografin
in mir etwas zu tun. Ich malte mir Ajax in einer Bank aus, denn er hatte mir bereits
erläutert, dass die Weltwirtschaft ohne ihn den Bach runtergehen würde. Aber
ich konnte mir nicht recht vorstellen, wie er hinter einem Bankschalter
herumhing. In seinen schlangenhaften Gliedern steckte dafür viel zu viel Bewegung,
viel zu viel unterschwellige Energie. Seine Finger verschränkten sich ständig,
um sich kurz darauf wieder zu lösen. Er stellte die kantigen Ellbogen auf den
Tisch, nur um sie im nächsten Augenblick wieder herunterzunehmen. Und sein
Blick glitt unruhig durch das Restaurant, nahm alles auf und ruhte nie lange an
einem Fleck. Ich verspürte den Wunsch, diese rastlosen Glieder mit meiner Kamera
festzuhalten. Und dann in aller Ruhe seine Augen zu studieren. Um
herauszufinden, wer dieser Mr. Sand war, wenn man ihn zweidimensional vor sich
hatte. |
Schund mehr geht so schlecht als recht |
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| Urban Fantasy | |||
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Joanna Archer führt ein zurückgezogenes Leben und widmet sich
der Fotografie und Kampfkunst. Ganz anders als ihre hübsche und lebenslustige Schwester
Olivia, die auch der Liebling ihres Vaters Xavier Archer ist, einem der reichsten
und einflussreichsten Geschäftsmänner in Las Vegas. Erst als Joanna ihre Jugendliebe
Ben Traina wiedertrifft, scheint das Eis in ihr etwas aufzubrechen. Seit ihrer Vergewaltigung
mit sechzehn Jahren hatte Joanna jegliche Beziehung vermieden. Mit Ben ist alles
wieder wie früher und Joanna genießt die Zeit mit ihm. Dann jedoch gerät ihr Leben
komplett aus den Fugen, als sie eines Abends einen Penner anfährt. Dieser stellt
sich als Anführer einer geheimen Truppe namens Zodiac vor, und Joanna soll dazu
gehören. Zuerst hält sie das für kompletten Schwachsinn, doch die Ereignisse sollen
sie eines Besseren belehren. In der gleichen Nacht noch stirbt ihre Schwester Olivia
durch einen Angriff der Schattenagenten und Joanna selbst gerät in
Lebensgefahr. Der als Penner getarnte Warren rettet sie und erklärt ihr, dass sie
ab sofort nicht mehr in der Menschenwelt existieren darf. Zu Joannas großem Schrecken
operieren die Lichtagenten sie so um, dass sie wie ihre verstorbene Schwester
Olivia aussieht und komplett deren Identität annehmen kann. Verzweifelt hadert Joanna
mit ihrem Schicksal. Eigentlich möchte sie nur ein ganz normales, zurückgezogenes
Leben führen. Doch als sie an ihrem 25. Geburtstag eine Verwandlung durchlebt und
ihre neuen Kräfte sich ihr erschließen, weiß sie, dass es kein Zurück mehr gibt.
Sie muss sich in die Zodiac Truppe integrieren um das Erbe ihrer Mutter anzutreten
und die Schattenagenten zu bekämpfen. Olivias Tod muss gerächt werden, doch es ist
ausgerechnet Xavier Archer, der hinter den Feindeslinien steht. Joanna erkennt,
dass in ihr sowohl das Licht als auch der Schatten regiert und das macht sie zu
einer besonderen Person, zum "Ersten Zeichen", das endgültig den
Kampf entscheiden soll. Mit "Das erste Zeichen des Zodiac" bringt Vicki Pettersson einen detailiert aufgemachten und komplexen Science Fiction/Fantasy Roman, der den klassischen Kampf Gut gegen Böse thematisiert. Ganz ausführlich holt sie zu Beginn des Buches aus, um Joanna und ihre Situation zu erklären, weitere Personen vorzustellen und die Atmosphäre der Stadt Las Vegas zu kreieren. Mit teils gewagten Metaphern und Redewendungen, die man sonst nie liest, schmückt sie ihre Sätze aus und prägt einen ganz eigenen Schreibstil. Dadurch wird jedoch verursacht, dass man automatisch langsamer und konzentrierter lesen muss. Es ist nicht ganz so locker und einfach, den Ereignissen zu folgen wie z.B. bei Kim Harrison oder Patricia Briggs. Es gibt nicht so viele Dialoge, dafür umso mehr Monologe aus der Ich-Perspektive. Manchmal kam es mir denn etwas zäh vor und ich hätte die Handlung gern schneller vorangetrieben. Allein die Phase, in der Joanna mit ihrem Schicksal hadert und wie sie zur Zodiac Truppe stößt, nimmt 200 Seiten und mehr ein. In der fiktiven Welt, die hier kreiert wird, spielen die Menschen nur eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen die Licht- und Schattenagenten, die das Gleichgewicht der Macht aufrecht erhalten sollen. In Comics (!) werden ihre Taten für die Ewigkeit festgeschrieben. Teilweise wirken die Erfindungen der Autorin etwas unglaubwürdig oder trashig. Dass die Zuflucht der Lichtagenten nur erreicht werden kann, indem man mit dem Auto vollgas gegen eine Mauer fährt erinnert mich ein wenig zu sehr an Zurück in die Zukunft. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches steigt man voll in die Science-Fiction Handlung ein und jeder Bezug zur Wirklichkeit wird abgebrochen. Auch Joannas reales Leben endet aprupt und die zarte Liebesgeschichte mit Ben ist Vergangenheit. Sehr schade. Also Liebesromanfans werden hier sicher enttäuscht. Es herrscht ein durchweg harter Umgangston und es gibt unzählige Konflikte. Auch die Nebenfiguren sind detailliert entwickelt und haben alle so ihre Probleme mit Joanna, was langwierige Diskussionen nach sich zieht. Wo ich anfangs dachte, dass im Laufe des Buches immer mehr Action aufkommt, irrte ich mich. Es gibt vielmehr eine Multi-Verstrickung von Verrat, Intrigen, Sympathien und persönlicher Entwicklung. Sehr komplex, sehr langatmig. Die Spannung wird zwar latent aufrecht erhalten, doch so weit, wie die Autorin ausholt, kann man mit vielen vielen Bänden der Serie rechnen. Fazit Breit angelegtes Science-Fiction Epos mit vielschichtiger Heldin und viel Hintergrundinformation. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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