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Weitere Titel der Serie
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Unsterblich wie die Nacht von Mina Hepsen auf Deutsch erschienen im Jan 09 im Goldmann Verlag 400 Seiten, Taschenbuchformat Preis EUR 8,95 ISBN: 3442469171 EAN: 9783442469178 Übersetzt von Gertrud Wittich |
Leseprobe
Männer,
Männer, so weit das Auge reichte. Männer mit blonden Haaren, Männer mit braunen
Haaren, mit roten Haaren … waren das grüne Haare? Angelica stand in einem Meer lächelnder
Gesichter und weißbehandschuhter Hände, die ihr bunte Blumensträuße
entgegen- streckten. »Heirate mich!«, rief einer. Ein ziemlich altes Exemplar,
wie Angelica bemerkte. Er erinnerte sie ein wenig an ein Bild von Platon, das
sie einmal gesehen hatte. »Nein! Heirate mich!«, sangen andere. Sangen? Ja,
tatsächlich, sie sangen! O Gott, das musste ein Traum sein. Ein Alptraum … »Jetzt
komm schon, Angelica, du weißt, dass du mich heiraten willst!« »Prinz Albert?« Angelica
war schockiert. »Aber Ihr seid vor zehn Jahren an Typhus gestorben! Königin
Victoria trauert immer noch um Euch!« Albert wackelte mit den Augenbrauen und
schenkte ihr ein lüsternes Grinsen. Angelica wich unwillkürlich einen Schritt zurück.
»Augenblick mal. Ich will nicht heiraten, und selbst wenn, ich kann euch doch
nicht alle nehmen!« Schweigen. Angelica blickte sich ängstlich um. Sie sah, wie
das Lächeln auf den Gesichtern gefror, wie einzelne bunte Blumen langsam zur
Erde segelten. »Gentlemen?« »Missgeburt!« Das Wort drang wie aus weiter Ferne
zu ihr und hallte unheimlich im Raum wider. Augen, die sie Sekunden zuvor noch
hingebungsvoll angeschmachtet hatten, funkelten nun zornig und anklagend. »Du
Missgeburt!« »Monster!« »So wartet doch, lasst mich erklären!« Aber Angelicas
Ruf ging im zunehmenden Lärm unter. Allmählich geriet sie in Panik. »Tötet das
Monster!« Das war Albert. Er wies mit seinem hoheitsvollen Finger auf sie und
rief: »Tötet das Monster!« Die Männer, die Angelica am nächsten standen,
packten sie. Sie wehrte sich aus Leibeskräften, konnte sich aber nicht
befreien. »Wartet, ich bitte euch! Ich bin kein Monster. Ich bin unschuldig! Ich
habe mir das doch nicht ausgesucht, was kann ich dafür, dass … Hilfe! Hilfe!
Warum hilft mir denn keiner?« Angelica erwachte mit einem Ruck. Ihr Bruder saß
ihr gegenüber am Frühstückstisch und beobachtete sie mit einem breiten Grinsen. »Hat man dir nicht beigebracht, dass es sich nicht schickt, am Frühstückstisch einzunicken? Beim Abendessen, vielleicht, aber doch nicht beim Frühstück. Das ist definitiv ein Fauxpas, meine Liebe, definitiv.« Angelica brauchte einen Moment, um zu sich zu kommen. Sie sah sich verstohlen um, aber außer ihr selbst und ihrem Bruder war niemand in dem sonnigen Frühstückszimmer. Keine Verehrer. Gott sei Dank. Mikhail musterte sie ein wenig besorgt, und das brachte sie schneller zu sich als alles andere. Sie strich ihr Haar glatt und verdrängte jeden weiteren Gedanken an den beängstigenden Traum. |
Schund |
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| Romantic Fantasy - Historic | |||
| Angelica
lebt seit dem frühen Tod ihrer Eltern mit ihrem Bruder Mikhail
zusammen und wird nur gelegentlich von ihrer Tante betreut und in
Benimmregeln unterwiesen. Doch sie genießt ihre Freiheit und
widmet sich Lesen, Klavierspielen und dem Reitsport. Angelica ist
ohnehin nicht gerne unter Menschen, denn ihre Gabe, Gedanken zu lesen,
ist gleichzeitig ein Fluch und ein Segen. Sie kann den ständigen
Fluss an Gedanken nicht abblocken und hört alles, was um sie herum
gedacht wird. Doch eines Tages erreicht sie die schlimme Nachricht, dass das Familienvermögen verloren sei. Angelica ist geschockt, ihr friedliches Leben scheint in Gefahr. Ihren Bruder, der herzkrank ist, möchte sie damit nicht behelligen, also beschließt sie, sich schnell einen reichen Ehemann zu suchen. Auf einem Ball fällt ihr Blick auf den attraktiven und verschlossenen Alexander Kourakin. Dieser ist in geheimer Mission in London, um im Auftrag des Clanführers der Vampire den gefährlichen Vampir Sergej aufzuspüren. Sie vermuten einen Verräter in den eigenen Reihen, der Sergej Informationen zuspielt. Alexander ist fasziniert von der bilschönen Angelica, und da sie seine Gedanken lesen kann, hält er sie zunächst für eine von seinem Volk. Später, als ihm klar wird, dass sie menschlich ist, hilft er ihr, ihre Gedanken vor anderen abzuschirmen. Angelica ist ihm unendlich dankbar und fühlt sich gleichzeitig sehr zu ihm hingezogen. Als sie jedoch eines Abends von der Neugier übermannt wird und leichtsinnigerweise in Alexander's Anwesen reinschleicht, gerät sie in Schwierigkeiten. Sie kann beobachten, wie Alexander und weitere Vampire eine Initiations-Zeremonie für einen jungen Vampir durchführen. Einerseits ist Angelica nun endlich im Bilde darüber, was Alexander wirklich ist, nur dieser kann sie natürlich nicht mehr gehen lassen. Ihr Gedächtnis kann durch ihre Gabe auch nicht gelöscht werden. Also erklärt sich Alexander zu Angelicas "Führer", übernimmt so die Verantwortung für ihre Verschwiegenheit. Doch kann er auch derjenige sein, den Angelica heiraten wird? Entgegen sämtlicher guten Kritiken war ich von diesem Buch recht enttäuscht. Der Schreibstil ist original Regency/historischer Liebesroman. Gehobene Sprache, viele Ausschmückungen, unwichtiges Geschwafel, Höflichkeiten, Wiederholungen. Nicht dass ich mich missverständlich ausdrücke: es gibt durchaus gute historische Liebesromane. Doch Unsterblich wie die Nacht sollte ja eigentlich ein Vampirbuch sein. Ich dachte, der Regency-Aspekt wäre nur der Hintergrund, doch das Gegenteil ist der Fall. So wie bei Ronda Thompson's Trilogie gibt es nur einen ganz leichten Paranormalen Einschlag und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man Alexander und die anderen ganz locker für normale Menschen halten. Es wird kein Blut getrunken, besondere Kräfte kommen kaum zum Einsatz, es gibt keine "andere Welt". Die Vampire leben geheim am Rand der Gesellschaft und möchten keinen Ärger machen. Sehr langweilig. So langweilig ungefähr, wie die hier dargestellte Liebesgeschichte zwischen Alexander und Angelica. Ein ewiges Hin und Her mit tausend Missverständnissen und Hindernissen. Das kann ja auch ganz amüsant sein, doch bei Mina Hepsen ist es eher nervig. Angelica ist ein unentwickelter, komplizierter und dickköpfiger Charakter, der auch noch ziemlich unerfahren ist. Ständig muss alles tausendmal wiederholt und erklärt werden, da entweder sie es nicht rafft oder andere nicht verstehen, was sie will. Alle reden aneinander vorbei und vor allem die Dialoge Alexander-Angelica sind oft so infantil, dass ich zwischendurch das Gefühl hatte, ein Kinderbuch vor mir zu haben. Die ach so unabhängige und mutige Angelica verhält sich zu Alexander wie ein schniefendes, heulendes Baby. Liebesszenen sind so gut wie keine vorhanden, da sich die beiden Hauptfiguren bis kurz vor Schluss noch die Köpfe einhauen. Spannung ist auch so gut wie keine vorhanden, denn das Ende ist vorprogrammiert und wer der Bösewicht ist, wird gleich auf den ersten Seiten geklärt. Am Ende kommt dann auch alles auf 20 Seiten dermaßen dicke mit Heirat, Kindern, Verwandlung und Errettung der gesamten Vampirgesellschaft, dass man nur den Kopf schütteln kann. Ich sage ja nicht, dass man aus dem Stoff mehr hätte machen können, aber dass es stilistisch und dramaturgisch so den Bach runter geht, hätte ich nicht erwartet. Immerhin gibt es keine Fortsetzung, denn das hätte ja nur noch peinlich werden können. Fazit Unspektakulärer Regency-Roman mit leichtem Vampireinschlag. Noch nicht mal für seichte Abende als Unterhaltung zu gebrauchen. |
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