Nachdem 1000 Jahre
vergangen sind, dass Rhiannon Roland zum
Vampir gemacht hat, tritt sie endlich wieder mit ihm in Kontakt. Sie will ihn
vor hartnäckigen Vampirjägern warnen, die es auf ihn und seinen Schützling
Jamey abgesehen haben. Rhiannon sucht Roland auf, der sich gerade bei Eric und
Tamara aufhält und erzählt ihm aufgeregt von der Bedrohung. Doch Roland hat
sich mit seinem Einsiedlerdasein eigentlich abgefunden und will nichts mit der
quirligen und chaotischen Rhiannon zu tun haben. Doch Rhiannon hat sich in den
Kopf gesetzt, Roland zu erobern und wendet sämtliche Verführungstricks an, die
ihr einfallen. Roland fühlt sich seit jeher zu der schönen Ägypterin
hingezogen, doch er glaubt immer noch, dass es eine dunkle, gefährliche Seite
an ihm gibt, die nicht herausbrechen sollte. Eine Beziehung mit der feurigen
Rhiannon könnte ein Risiko sein. Doch als sich die Situation zuspitzt und Roland,
Eric und Jamey in Gefahr geraten, erweist sich Rhiannon als mutige und
einfallsreiche Kämpferin. Könnte sie doch mit Roland zusammen kommen?
Erinnerungen der Nacht
hat mir wesentlich weniger gefallen als der erste Teil. Rhiannon ist ja wohl
eine der nervigsten, unsinnigsten und flatterhaftesten Charaktere überhaupt.
Mit ihrer mir persönlich unsympathischen Art verhunzt sie die ganze Story, die
an sich auch nicht der Reißer ist - aber es hätte wenigstens einigermaßen
annehmbar werden können ohne sie. Sie ist so arrogant, verkünstelt und in sich
nicht schlüssig, dass jedes ihrer Worte einfach nur sinnlos ist. Ihre Art, sich
an den verschlossenen und abweisenden Roland ranzuschmeißen ist derb und
schwankt zwischen höchst anzüglich und peinlich unterwürfig. Wenn ich Eric bzw.
Tamara wäre, hätte ich diese selbstgefällige Tussi schon längst
rausgeschmissen, die sich da in dem Haus breit macht, alles umdekoriert und
große Sprüche klopft. Die Nebenhandlung ist nicht erwähnenswert, mal wieder
werden die Vampire von skrupellosen Jägern verfolgt und das ganze zieht sich
dann in einem Hin- und Her bis zum vorhersehbaren Ende - was so was von blöd
ist - na ja. Von der sprachlichen Qualität ist das hier alles eher niedriges
Niveau - ohne den Humor von Sherrilyn Kenyon aber so ähnlich was die Wortwahl
betrifft. Alles ist recht banal gehalten und wird nacheinander abgehandelt ohne
großen Tiefgang. Nur die kurzen Blicke
auf Eric und Tamara sind schön zu lesen, der Rest - auch der Part um Jamey -
ist langweilig und nervig.