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Stadt der Finsternis: Duell der Schatten

von Ilona Andrews

Erscheinungsdatum: Februar 2010
Verlag: Egmont Lyx
Ausgabe: broschiert mit Klappe, Trade Paperback, 320 Seiten
Preis: EUR 12,95
ISBN: 9783802582196


Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Preis/Leistung
*** *** * ** ***

Dritter Teil einer der besten Urban Fantasy Serien überhaupt. Lesen!



Kate hat alle

Hände voll zu tun seitdem sie dem Ritterorden beigetreten ist. Ständig muss sie magische Kreaturen bekämpfen oder in Not geratene Einwohner Atlantas retten. Dann eines Tages erhält sie einen Anruf von Saiman, dem geheimnisvollen Formwandler und erfährt, dass er ihren Werwolf Freund Derek bei sich gefangen hält. Anscheinend hatte dieser versucht, bei Saiman einzubrechen. Kate ist sauer, weiß Derek denn nicht, dass er damit den Zorn des Herrn der Bestien auf sich ziehen wird?! Doch sie macht sich auf um Derek abzuholen und erfährt, dass er Eintrittskarten für die gefährlichen Midnight Games von Saiman stehlen wollte. Kate versucht mehr von dem jungen Werwolf zu erfahren, doch er blockt ab und bittet sie nur, einen Brief an ein Mädchen, das auch an den Spielen teilnimmt, zu übergeben. Skeptisch willigt Kate ein und beginnt sofort, Infos über diese mysteriösen Spiele zu sammeln. Gleichzeitig erfährt Kate durch Zufall von einem blutigen Mord in den Straßen Atlantas, der von Jim und seiner Gestaltwandlertruppe verschleiert wird. Anscheinend plant Jim eine Aktion ohne das Wissens seines Herrn und Meisters Curran. Kate macht sich Sorgen: wie hängt dieser Mord mit den Midnight Games zusammen? Und warum soll Curran von all dem nichts erfahren? Bald ist sie mitten in einem Krieg der Gestaltwandler gegen eine uralte, mächtige Macht, die von Kates größtem Feind gelenkt wird.

In Duell der Schatten

kann Kate wirklich zeigen, was sie zu leisten vermag, sowohl emotional als auch kämpferisch. Das Buch ist wie seine Vorgänger ein rasantes, bunt-schillerndes Abenteuer voller Fantasie und faszinierenden paranormalen Kreaturen. Im Rahmen der Midnight Games erscheinen so viele, anschaulich beschriebene, teils abartige Wesen, dass man als Leser völlig in eine andere Welt gezogen wird. Natürlich gerät auch in diesem Teil unsere Heldin Kate in gefährliche Schwierigkeiten, weil sie ihrem Freund Derek um jeden Preis schützen will. Sehr gut dargestellt wird ihr innerer Konflikt zwischen dem Hang zur Einsamkeit und dem guten Gefühl, das Freundschaft und Nähe vermitteln kann. Genau da setzt auch die interessante Beziehung zwischen Kate und dem Herrn der Bestien, Curran, an. Bereits im ersten Band war die Anziehungskraft unleugbar, mittlerweile knistert es derartig, dass einem förmlich der Atem stockt. Kate weiß, dass sie Curran nicht widerstehen kann und dieser verfügt über genügend Selbstbewusstsein und Arroganz um damit zu spielen. Meint er es ernst oder ist sie nur eine weitere Eroberung? Kate ist sich nicht sicher. Die beiden liefern sich die amüsantesten und prickelndsten Schlagabtausche, die ich je gelesen habe. Ilona Andrews Talent zur Situationskomik ist einmalig und kommt mit ganz schwarzem Humor daher. Herrlich.

Trotz einer ganz neuen Handlung und einen weiteren Abenteuer bleibt der rote Faden bestehen und zwischendurch werden immer wieder wichtige Hintergrundinformationen über Kates Vergangenheit eingestreut. Ihr Lebenszweck, die Vernichtung des mächtigen Roland, ist nicht mehr nur eine schwammige Vorstellung, er wird vielmehr immer mehr zur Wirklichkeit. Auch Kates Umfeld begreift immer mehr, dass sie mehr ist, als eine außergewöhnlich gute Kämpferin. Freuen wir uns auf die weiteren Bände, in denen Kate zu ihrer wahren Kraft findet und dem Showdown immer näher kommt. Vorerst bietet Duell der Schatten ein actionreiches, teils sehr blutiges Spektakel, das in dem Turnier seinen Höhepunkt findet. Ab dem letzten Drittel des Buches fliegen die Seiten nur so dahin und es ist ein Feuerwerk an Spannung, unterschwelliger Erotik und beeindruckenden Kampfszenen. An dieser Stelle möchte ich auch die exzellente Übersetzungsarbeit loben, die hier geleistet wurde. Die teils sehr umgangssprachlichen Dialoge sind treffend umgesetzt und Ilona Andrews komplexer, wortreicher Stil ist sicher nicht leicht rüberzubringen.

Wirklich bedauerlich ist nur, dass der nächste Teil, Magic Bleeds, im Original erst im Mai 2010 erscheinen wird. Damit wird es leider eine sehr lange Wartezeit auf den nächsten deutschen Band geben.

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Stadt der Finsternis Serie

Die Nacht der Magie
Die dunkle Flut
Duell der Schatten
Magisches Blut
Ruf der Toten


Leseprobe

Was meint ihr dazu:

» neuer Eintrag

Boo, 23. Oktober 2011, 17:24

Ups, da ist mir im ersten Absatz wohl was verloren gegangen. Ich meinte natürlich, dass die "Gladiatoren" reihenweise das Zeitliche segnen. Das kommt davon, wenn man sich nicht kurz fassen kann ...

Boo, 23. Oktober 2011, 16:33

Als Fan von Mythologie und kryptischen Wesen aller Art kam ich mir bei Duell der Schatten teilweise vor, wie im Schlaraffenland für bibliophile Kopf-Cineasten. Griechischer Minotaurus - check. Nordischer Eisriese - check. Japanischer Oni - check. Hinduistischen „Staatszirkus“ - check. Und, und, und … Da ist es eigentlich richtig Schade, dass man diese ganzen (wirklich wunderbar beschriebenen) Wesen im Rahmen einer Art Gladiatorenveranstaltung antrifft und die meisten davon entsprechend das Z.
Auch in Sachen Emotionen war dieser Teil die reinste Achterbahnfahrt für mich. Und meistens gingen meine Gefühle parallel mit denen von Kate. Besonders aufgefallen ist mir das in Bezug auf Saiman, den man etwas besser kennenlernt - einschließlich seiner wahren Gestalt - und der mir hier erstmals Gefühle wie Sympathie, und zum Teil aber auch Ablehnung entlocken konnte. Bisher stand ich ihm eher neutral gegenüber. Doch jetzt scheint das Eis gebrochen zu sein …
Die Momente zwischen Kate und Curran sind einfach großartig. Gott, was hab ich teilweise gelacht. Zu gern würde ich jetzt was zitieren. Aber das würde den Rahmen hier sprengen. Allein Currans Nachricht an Kate zum Schluss … OMG XD Obwohl ich mich bei Curran oft frage, ob ihm wirklich was an Kate liegt oder das Ganze für ihn doch nur ein Machtspiel ist.
Weniger erfreulich war die Sache mit Derek. Mein Herz blutet immer noch, wenn ich daran denke.
Zu guter Letzt muss ich noch etwas loswerden: Ich liebe Raphael!
Er stammt aus einem Matriarchat und kann ja ach so schön schmachten, wirkt aber nie unterwürfig und strahlt seine eigene Art von Stärke aus. Und gerade das macht den Reiz an ihm aus. Wann erlebt man denn schon mal, dass ein starker Mann keinen Egoschaden bekommt, wenn er sich einer Frau unterordnet. Dafür würde ich so manchen Alpha links liegen lassen.
Dass er zu den Werhyänen gehört, ist für mich ein zusätzlicher Pluspunkt. Zum einen wegen des Seltenheitswertes. Wölfe sind ja die Klassiker und vor Großkatzen kann man sich inzwischen auch kaum noch retten. Selbst Ratten trifft man häufiger an. Zum anderen weil sich das Autorenpaar nicht dazu hat verleiten lassen, die Hyänen als feige Aasfresser darzustellen. Einen so schlechten Ruf haben sie nämlich wirklich nicht verdient. Hyänen sind sowieso viel cooler als Löwen :-P … ups, das sollte jetzt ganz bestimmt keine Anspielung sein. Außerdem würde ich Curran ohnehin eher als Liger klassifizieren.