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Originaltitel


Die Söhne der Insel
von Jean Johnson

erscheint auf Deutsch im November 09 im Blanvalet Verlag
432 Seiten, Taschenbuchformat

Preis EUR 8,95

übersetzt von Nina Bader
ISBN-10: 3442374197
ISBN-13: 978-3442374199

 GEBUNDENE
 AUSGABE

 erschienen im
 Penhaligon Verlag
 für EUR 18,95
Leseprobe

Den ersten Sohn ereilt das Los: Trifft ihn der wahren Liebe Pfeil, Ihr auf dem Fuß folgt das Unheil. Und Katan ihm die Hilfe verwehrt, Wenn die Jungfrau das Schwert begehrt. Was hast du getan? "Wer ist diese Frau?"
"Es befindet sich eine Frau hier?" "Was tut sie hier? Warum ..."
"Verdammt, Morg, du kennst den Fluch! Es kümmert mich nicht, wie ihr anderen darüber denkt, aber ihr wisst genau, was Saber dazu sagen wird!"
"He, ich bin von dem mich betreffenden Teil des Fluches auch alles andere als begeistert, das könnt ihr mir glauben. Aber ich finde, wir sollten den Kleinen wenigstens anhören. Immerhin verfügt er von uns allen über die größte Macht." Morganen verschränkte die Arme vor der Brust und wartete, bis sich die Aufregung seiner sechs Brüder gelegt hatte. Als sie ihn endlich alle stumm und erwartungsvoll anstarrten, ergriff er bedächtig das Wort. Er war der Jüngste von acht Geschwistern, aber zugleich der Mächtigste, und das wussten sie. Das körperliche Leid, das sie ihm zufügen konnten, konnte er ihnen dank seiner magischen Kräfte achtfach vergelten. Er betrachtete es als seine Pflicht - seinen Part des Fluches - dafür zu sorgen, dass die Dinge zur rechten Zeit und am rechten Ort anfingen, ihren Lauf zu nehmen.
Und so beginnt es... "Koranen, wenn du deine Augen und deinen Verstand gebrauchen würdest, würde dir auffallen, dass diese Frau schwerste Verbrennungen erlitten hat. Und da Feuer dein Fachgebiet ist, würde ich vorschlagen, du setzt deine Kräfte ein, um sie zu heilen. Und sei auf der Hut", fügte er hinzu, als der Blick seines Zwillings über die bewusstlos zu ihren Füßen liegende, nur unzulänglich bekleidete Frau hinwegwanderte. "Sie könnte bald deine Schwägerin sein. Du möchtest doch sicher nicht, dass einer von uns anderen dich wegen unschicklichen Benehmens grün und blau prügelt, wenn sich herausstellt, dass sie eine der uns vom Schicksal vorbestimmten Gemahlinnen ist?"
Der zweitjüngste Bruder, Morganens älterer Zwilling, verdrehte die Augen und kniete neben der in der Mitte von Morgs Arbeitsraum ausgestreckt daliegen- denen Frau nieder. Funken sprühten aus seinen Händen, als seine direkt über ihrem versengten Fleisch und den angekokelten Kleidern schwebenden Finger zu glühen begannen. Morganen wandte sich von seinem Zwilling ab und musterte seine anderen fünf Brüder.
"Und was euch betrifft, so schlage ich vor, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, um Saber eine Weile aus dem Weg zu gehen."
"Warum wollt ihr mir aus dem Weg gehen?" Die fünf unbeschäftigten Brüder scharten sich augenblicklich um die beiden jüngsten Zwillinge, um ihm die Sicht auf sie und die Frau zu versperren. Sogar Rydan drängte sich zu ihnen, obwohl seine Reaktion wie immer etwas verlangsamt erfolgte.
Saber maß seine Brüder mit einem durchbohrenden Blick. Obwohl sie vier Zwillingspaare bildeten, wiesen sie alle verschiedene Augen- und Haarfarben auf. Seine eigenen stahlgrauen Augen und sein honigblondes Haar hatten keinerlei Ähnlichkeit mit den goldenen Augen und dem braunen Haar seines Zwillings, wenngleich Wolfer seine Mähne in genauso brustlangen Locken trug wie er. Das nächste Zwillingspaar, Dominor und Evanor, war so verschieden wie Tag und Nacht, denn Dominor hatte blaue Augen und dunkelbraunes Haar, Evanors Augen waren braun und sein Haar blond.

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Werwolf
Romantic Fantasy
Auf der Insel Nightfall leben seit ihrer Verbannung dorthin vier Zwillingspaare in einer großen Burg. Es sind acht unterschiedlich magiebegabte Männer, die in ihrem Heimatland Katan wegen ihrer besonderen Fähigkeiten gehasst und gefürchtet wurden. Einst prophezeite eine mächtige Seherin, dass jedem der Brüder ein unheilvolles Schicksal ereile, wenn sie sich in eine Frau verlieben. So kam es, dass niemals eine weibliche Seele die Insel betrat. Bis zu dem Tag, als der jüngste der Brüder, der Magier Morganen mit seinen Fähigkeiten die junge Kelly aus ihrem brennenden Haus rettet und in seine Welt teleportiert. Morganen verfolgt einen lang ausgeklügelten Plan. er will das Schicksal herausfordern und nach und nach all seine Brüder verkuppeln. Der erste soll Saber sein. Als Kelly plötzlich auf Nightfall erscheint, ist nichts mehr wie es war. Zuerst ist Saber alles andere als erfreut, als sich die kratzbürstige, eigensinnige Frau mit ihm heftige Wortgefechte liefert. Doch bald fühlt er sich unweigerlich zu ihr hingezogen. Im Hinterkopf jedoch hat er immer die Propheizeihung, die Unheil vorhersagt, sollte er sich jemals ernsthaft in eine Frau verlieben.

Angesichts der vielen guten Kritiken hatte ich einigermaßen hohe Erwartungen an diesen Roman und ersten einer achtteiligen Serie. Leider konnte mich "Das Schwert" nicht wirklich überzeugen. Jean Johnsons Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, bedient sich vieler blumiger Adjektive und unzähligen, langatmigen Beschreibungen. Die Dialoge sind recht salopp und oftmals ziemlich überflüssig. Als allererstes hat mich die deutsche Übersetzung der Namen der Brüder maßlos gestört. Saber haben sie beibehalten, aber bei den anderen hat man wild rumfantasiert und gebastelt. Koranen? Wie Koran? Morganen? Wie die Hexen Morgaine? Wolfer? Wie klingt das denn?? Und überhaupt sind es wenn überhaupt die "Söhne des Schicksals" und nicht die "Söhne der Insel"! Nun ja, hat man sich erst einmal ein wenig an den Schreibstil gewöhnt, kann man durchaus Gefallen an den sympathischen und liebevoll ausgestalteten Charakteren finden. Alle sind auf ihre Weise liebenswert und interessant. Bloß Kelly ist mir von Anfang an ständig auf die Nerven gefallen. Neben ihrer zickigen, aufbrausenden Art hat sie einen Putzfimmel und einen absoluten Herrschwahn. Ich meine, es ist ja ganz normal, dass ich in eine andere, magische Welt katapultiert werde und nichts besseres zu tun habe, als erst einmal den nächst besten Kerl mit einem Schulterwurf "Staub fressen zu lassen" um danach alle in eine ultimative Putzkolonne zu verwandeln. Das ist nicht lustig, sondern völlig albern - finde ich jedenfalls. Neben der recht gelungenen Annäherung von Kelly und Saber passiert in diesem Buch rein g-a-r n-i-c-h-t-s Spannendes oder Interessantes. Es werden unzählige Seiten mit Beschreibungen der Burg, der Möbel, der Kleidung etc verschwendet und Kelly ergeht sich in ellenlangen Erzählungen aus ihrer Vergangenheit. Immer wieder wird alles mögliche wiederholt bis es auch jedes Kleinkind verstanden hat. Überhaupt sind sämtliche männlichen Charaktere ziemlich weichgespült und obwohl alle besonders maskulin und kriegerisch dargestellt werden, gibt es in dem ganzen Roman keinen anständigen Kampf. Alles unterwirft sich bereitwillig Kelly, der Königin und die ach so mächtigen Magier haben am Ende Angst vor einem Steinschlossgewehr! Sicher kann man von einem Fantasy-Liebesroman nicht erwarten, dass alles super-realistisch ist - aber in sich schlüssig wäre schön. Eigentlich ist Söhne der Insel ein relativ seichter, vorhersehbarer Time Travel Roman mit ein paar paranormalen Einschlägen. Leider finde ich erwachsene Männer, die mit ihrer Magie Vorhänge waschen, Badewannen schrubben und Blumengirlanden herstellen nicht sexy. Da sind mir doch die abgestraften Dämonen von Gena Showalter lieber. Die drücken zwar mächtig auf die Tränendrüse mit ihrem Dasein als gequälte Helden, doch immerhin würden sie sich nie freiwillig von einer zänkischen Putzfrau zum Großreinemachen zwingen lassen. Eins noch (ich will ja noch ein paar gute Haare an dem Buch lassen): nachdem sich Saber und Kelly dann endlich verliebt haben, wartet man vergeblich auf das große, böse Unheil das über die Insel und ganz Katan hereinbrechen soll. Was dann nämlich kommt, ist eine derart langweilige Farce, dass ich die restlichen 100 Seiten nur noch quergelesen habe. Wie schade. Das Titelbild des Romans ist sooo schön, es klang alles so vielversprechend... vielleicht werden die Fortsetzungen ja besser.

Fazit
Ganz netter Fantasy-Liebesroman ohne große Überraschungen und dafür mit viel verschenktem Potential.












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