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dunkler, härter, schneller |
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Versuchung der Finsternis von Ronda Thompson auf Deutsch erschienen im April 08 im Bastei-Lübbe Verlag 399 Seiten, Taschenbuchformat Preis EUR 6,95 ISBN: 3404187261 EAN: 9783404187263 Erster Teil einer Trilogie, die eigentlich fortgeführt werden sollte. Die Autorin ist jedoch leider plötzlich verstorben. |
Leseprobe
Sein
Herz war wie die tiefste, finsterste Kluft der Hölle. Ein kalter, einsamer Ort,
wo Träume und Hoffnungen schon seit langem zu Grabe getragen worden waren. Und
was war ein Leben ohne Träume, ohne Hoffnung? Aber ach, warum kümmerte es ihn
überhaupt? Armond Wulf, der Marquis von Wolfglen und Earl von Bumont, war ein
Teil der Gesellschaft, bewegte sich frei unter seinen Zeitgenossen und wenn
auch nur wie ein Gespenst – eine finstere, die Lebenden verfolgende Präsenz – und
wartend, immer darauf wartend, dass die Sünden der Vergangenheit ihn einholten.
Obwohl von Adel und vermögend, war die Familie Wulf verflucht und ihre Zukunft
leer und düster. Männer wurden geboren, um Risiken einzugehen, um die Grenzen
ihrer Stärken und ihrer Schwächen zu erproben. Armond konnte weder das eine noch
das andere tun. Eine normale Existenz kam für ihn nicht in Frage. Das Überleben
alleine ließ ihn weitermachen. Einen Fuß vor den anderen zu setzen. Achtlos
weiterzutrotten zu keinem speziellen Ziel. Ach, zum Teufel damit, nicht einmal
ihm war heute nach seinen düsteren Gedanken zumute. Und es begeisterte ihn auch
nicht gerade, auf dem ersten Ball der Saison bei den Greenleys ganz allein
herumzustehen, nur weil Langeweile ihn gezwungen hatte, sich in Gesellschaft zu
begeben – nein, nicht Langeweile, musste er sich eingestehen, sondern schlicht
und einfach das Bedürfnis, etwas Leben um sich herum zu spüren. Niemand wagte
es, sich ihm zu nähern. Er war ein von Geheimnis, Mord und Wahnsinn umwitterter
Mann. Aber immer noch nur ein Mann . . . oder zumindest jetzt noch. Leises
weibliches Kichern drang zu Armonds überempfindlichem Gehör vor. Dass er der Gegenstand
des Interesses mehrerer Damen war, entging ihm keinesfalls. Er konnte es gar
nicht vermeiden, den Duft ihrer weiblichen Erregung wahrzunehmen, diesen
erdigen, etwas moschusartigen Geruch einer Frau, den die meisten von ihnen mit
reichlich Rosenwasser zu überdecken versuchten. Wenn er die Augen schloss und
sich konzentrierte, konnte er sogar das aufgeregte Pochen ihrer Herzen und das
Blut durch ihre Adern rauschen hören. Doch Armond quälte sich nicht mit seinen
seltsamen Talenten. Er hatte sein Schicksal, seine Stellung innerhalb der
Gesellschaft – oder vielmehr seine nicht vorhandene – akzeptiert. Trotz
seiner geheimnisvollen Anziehungskraft auf die Damen war keine mutig genug,
sich ihm zu nähern. Wahrscheinlich war auch dies ein weiterer Fluch, mit dem er
leben musste . . . oder vielleicht auch einfach nur eine Folge des
Familienfluchs, der bereits auf ihm lastete. Des Fluchs der Wulfs. »Lord Wulf,
ich freue mich, Euch zu sehen, mein Junge. Doch warum steht Ihr so allein
herum? Ihr solltet jungen Damen hinterherlaufen oder zumindest doch in einem
der Hinterzimmer mit den älteren Herren Karten spielen.« Ein selten zu sehendes
Lächeln erschien um Armonds Lippen, als er den Blick auf die Herzoginwitwe von
Brayberry senkte und ihr in die schon etwas müden Augen blickte. Die Dame war
eine alte Freundin der Familie und die einzige Adelige in London, die nicht zu
misstrauisch war, um ihn anzusprechen. Es bereitete ihr sogar Vergnügen, in der
Gesellschaft Aufsehen zu erregen, indem sie sich weigerte, Armond zu schneiden,
so wie alle anderen es taten. Und dafür war er ihr sehr dankbar. |
Schund mehr geht so schlecht als recht |
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| Romantic Fantasy - Historic | |||
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Als sie von ihrem Stiefbruder gezwungen wird, sich mit einem
unsympathischen Edelmann zu verheiraten, beschließt Rosalind, ihren Ruf zu
ruinieren um das zu verhindern. Dazu wendet sie sich an den skandalumwitterten
Marquis Armond Wulf, der von der Gesellschaft geächtet ist. Es wird ihm Mord
nachgesagt und außerdem ein seltsamer, einsiedlerischer Lebensstil. Doch
Rosalind tanzt mit ihm auf einem Ball und zieht so alle Blicke und Geschwätz
auf sich. Armond ist sofort fasziniert von der bildhübschen jungen Frau und
erliegt ihrem Charme obwohl er sich geschworen hat, sich niemals zu verheiraten
und schon gar nicht zu verlieben. Er leidet nämlich unter einem Fluch, der alle
männlichen Mitglieder der Wulfs betrifft. In ihnen allen schlummert ein wildes
Tier, das herausbricht, wenn derjenige sich der Liebe ergibt. Doch bald merkt Armond, dass er sich nicht von
Rosalind fernhalten kann. Und als sie ihn mit ihrer Aussage vor der Polizei
retten will, bleibt Armond nichts anderes übrig, als sie zu heiraten um ihren
Ruf zu wahren. Zuerst ist Rosalind glücklich, ihrem tyrannischen Stiefbruder
entkommen zu sein, doch auch mit Armond gibt es Schwierigkeiten. Bald versucht
sie, um seine Liebe zu kämpfen, doch weitere Anschläge und Armonds seltsames
Verhalten machen ihr das Leben schwer. Versuchung der Finsternis ist eigentlich ein klassischer Regency-Liebesroman mit ganz leichtem, paranormalem Einschlag. Man darf hier kein ständiges Auftauchen von Werwölfen oder gar anderen Kreaturen erwarten. Mit dem Thema Werwolf wird umgegangen, als wäre es eine furchtbare Krankheit, ein Virus, der von einem Fluch stammt und die ganze Familie Wulf befallen hat. Erst ganz am Schluss des Buches wird der Leser damit konfrontiert, vorher gleicht die Geschichte haargenau den 1000 anderen CORA oder sonstigen Romanen dieses Genres. Nichtsdestotrotz ist die Story recht ansehnlich und angenehm flüssig zu lesen. Rosalind ist zwar nicht so ganz ernst zu nehmen, aber immerhin ist sie nicht feige und farblos. Armond Wulf ist ein dominanter, männlicher Charakter, der natürlich so lange wie möglich seine wahren Gefühle verbergen will. Dadurch entsteht das traditionell so beliebte Hin und Her, das unweigerlich auf das Happy End zu läuft. Zwischendurch gibt es dann noch den bösen Stiefbruder und ein paar hässliche Morde und eine Stiefmutter, die gerettet werden muss. Das plätschert alles mehr oder weniger vor sich hin und schwupps hat man das Buch durchgelesen. Es bleibt nicht viel hängen davon, das Rad wurde nicht neu erfunden, aber das macht an sich nichts. Immerhin kann man sich damit eine längere Zugfahrt oder einen verregneten Nachmittag optimal versüßen und hat sich nicht großartig angestrengt. Sicher hätte das Buch an Faszination und Einzigartigkeit gewonnen, wenn der Werwolf-Teil etwas ausführlicher ausgefallen wäre. Doch dann hätte die Autorin wahrscheinlich nicht auf 400 Seiten noch die zig Nebenhandlungen und Gefühlsduseleien unterbringen können. Die Liebesszenen sind klassisch bedeckt gehalten und Jungfrau ist die gute Rosalind natürlich auch noch (aber dafür geht sie richtig ab...). Fazit Halb-seichte Unterhaltung mit ganz leichtem, paranormalen Touch. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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