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Weitere Titel der Serie
Originaltitel
![]() Homepage der Autorin Linda Howard Im Vergleich... leichter, softer, langsamer
Verliebt in einen Vampir
Fantasien der Nacht Mein dunkler Prinz Die Söhne der Insel Jacob Magie der Sehnsucht Unsterbliches Verlangen Aus dem Feuer geboren Die Rückkehr der Krieger Der Nacht ergeben Dunkle Leidenschaft Nacht des Begehrens Schwarze Nacht dunkler, härter, schneller |
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Raintree: Aus dem Feuer geboren von Linda Howard auf Deutsch erschienen im Dez 08 von Mira Taschenbuch im Cora Verlag 304 Seiten, Taschenbuchformat Preis EUR 6,95 ISBN: 3899415515 EAN: 9783899415513 Übersetzt von Justine Kapeller
Auch erschienen im September 2009 zusammen |
Leseprobe
Dante Raintree stand mit verschränkten Armen da und beobachtete die Frau auf dem Bildschirm. Das Bild war schwarz-weiß, so konnte man die Details besser erkennen; Farben lenkten nur ab. Er konzentrierte sich auf ihre Hände, beobachtete jede ihrer Bewegungen. Was ihm am meisten auffiel, war allerdings, wie ungewöhnlich ruhig sie dasaß. Sie rutschte nicht auf ihrem Stuhl hin und her, sie spielte nicht mit den Chips, sah nicht die anderen Spieler an. Sie warf einen kurzen Blick auf ihre erste Karte und fasste sie danach nicht mehr an. Dass sie eine weitere Karte wollte, signalisierte sie, indem sie mit dem Fingernagel auf den Tisch klopfte. Aber nur, weil sie den anderen Spielern keine Beachtung zu schenken schien, war sie keineswegs so harmlos, wie sie wirkte. "Wie heißt sie?", fragte er. "Lorna Clay", antwortete der Kopf seiner Sicherheitsleute, Al Rayburn. "Ist das ihr richtiger Name?" "Sie ist vollkommen sauber." Wenn Al sie nicht schon überprüft hätte, wäre Dante enttäuscht gewesen. Er bezahlte schließlich eine Menge Geld, damit Al effizient und gründlich arbeitete. "Erst habe ich gedacht, sie zählt", sagte Al. "Aber dafür ist sie nicht aufmerksam genug." "Sie ist aufmerksamer, als du glaubst", murmelte Dante. "Man sieht es ihr nur nicht an." Ein Kartenzähler musste sich an jede gespielte Karte erinnern. Eigentlich galt es als unmöglich, Karten zu zählen, bei der großen Anzahl an Decks, die in einem Kasino verwendet wurden, aber trotzdem wollte kein Kasino einen Kartenzähler an seinen Tischen haben. Nichtsdestotrotz gab es diese seltenen Individuen, die sich ihre Gewinnchancen sogar bei mehreren Kartendecks ausrechnen konnten. "Das habe ich auch gedacht", sagte Al, "aber sehen Sie sich das an. Jemand, den sie kennt, kommt zu ihr, redet mit ihr, sie dreht sich um und unterhält sich mit ihm, bekommt überhaupt nicht mit, wie die Leute links von ihr spielen – und dreht sich nicht einmal um, als sie wieder an der Reihe ist, sie klopft nur mit dem Finger auf den Tisch. Und hol mich der Teufel, wenn sie nicht gewinnt. Da. Schon wieder." Dante sah sich die Aufnahme an, spulte sie zurück, sah sie noch einmal an. Dann ein drittes Mal. Es musste irgendetwas geben, was er übersah, aber er entdeckte nicht ein einziges verräterisches Zeichen. "Wenn sie betrügt", sagte Al mit einem Anflug von Respekt, "dann ist sie die Beste, die ich je gesehen habe." "Was sagt dein Bauch?" Dante vertraute seinem Sicherheitschef. Al arbeitete seit dreißig Jahren im Kasinogeschäft, und einige Leute schworen darauf, dass er einen Betrüger erkannte, sobald er zur Tür hereinkam. Wenn Al glaubte, dass sie betrog, dann würde Dante etwas dagegen unternehmen – und sie würden sich diese Aufnahme nicht gemeinsam ansehen, wenn Al diesen Verdacht nicht hätte. Al kratze sich am Kinn und dachte nach. Er war ein großer, breit gebauter Mann, aber er war alles andere als träge. Schließlich sagte er: "Wenn sie nicht betrügt, ist sie der glücklichste Mensch, der auf Erden wandelt. Sie gewinnt. Woche für Woche gewinnt sie. Nie große Summen, aber ich habe die Zahlen überprüft, und sie erleichtert uns jede Woche um etwa fünf Riesen. Verdammt, Boss, wenn sie das Kasino verlässt, steckt sie einen Dollar in einen Spielautomaten und ist um fünfzig reicher. |
Schund mehr schlecht als recht |
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| Romantic Fantasy | |||
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Der mächtige Anführer des Raintree Clans Dante ist gleichzeitig
auch Besitzer eines renommierten und einträglichen Kasinos in Reno. Eines Tages
wird er auf eine Frau aufmerksam, die ständig hohe Summen gewinnt ohne
offensichtlich zu betrügen. Er lässt sie kurzerhand zu sich in sein Büro
führen. Als Lorna zum ersten Mal Dantes Büro betritt und ihm gegenüber steht, scheint
die Welt still zu stehen und eine glühend heiße Welle schlägt ihr entgegen. Sie
fühlt, dass Dante große Macht besitzen muss, denn auch Lorna ist kein normaler Mensch.
Sie hat geistige Kräfte und kann so auch das Spiel im Kasino beeinflussen um
Geld zu gewinnen. Lorna lebt alleine und zurückgezogen, sie hat sich von den
Menschen abgekapselt, die ihre Kräfte nicht verstehen können. So reist sie von
Stadt zu Stadt um sich in den Kasinos das lebenswichtige Geld zu verdienen. Dante
ist sogleich in höchster Alarmbereitschaft als er Lorna sieht, denn auch er fühlt,
dass sie etwas besonderes ist. Allerdings ist er sehr misstrauisch und fürchtet,
dass Lorna eine Spionin der verfeindeten Ansara sein könnte. Dieses kriegerische
Feenvolk steht seit Jahrhunderten im Konflikt mit den Raintree und versucht
immer wieder, die Macht zu übernehmen. Noch als sich Lorna und Dante beschnuppern
bricht im Gebäude urplötzlich ein Feuer aus, das sich mit unnatürlicher Macht ausbreitet.
Dante, der das Feuer beherrschen kann, versucht, Lorna und möglichst viele
Menschen zu retten, doch das Feuer wird aus einer externen Quelle verstärkt. Dante
muss mit ansehen, wie große Teile seines Hotels und das Kasino zerstört werden.
Um Lorna an der Flucht zu hindern, übernimmt Dante mit Gewalt ihren Geist und
legt ihr Bewegungsgrenzen auf. Lorna protestiert lauthals, doch gegen Dantes
Macht hat sie keine Chance. Er nimmt sie mit zu sich nach Hause um sie genauer kennen
zu lernen. Vorerst muss er sie mit Gewalt dort festhalten, doch bald fragt sich
Lorna, ob sie auch freiwillig bleiben würde. Ich hatte mir unter diesem Buch wirklich etwas ganz anderes vorgestellt. Das geschieht selten, aber im Fall von Aus dem Feuer geboren las ich nicht das, was ich gedacht hatte. Das mag wohl an der schlechten Ankündigung durch den Verlag gelegen haben und daran, dass die Serie recht unbekannt ist. Das recht billig aufgemachte Buch (für 6,95 EUR erwartete ich auch nicht mehr) bietet 300 Seiten und 30 Seiten Vorschau auf den nächsten Teil. Der Schreibstil von Linda Howard ist ganz ok, nichts besonderes. Er pendelt sich zwischen Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon ein. Das heißt, es gibt humorige Stellen, bissige Dialoge und sonst passiert nicht viel. Es wird keine Atmosphäre geschaffen und die beiden Hauptcharaktere knallen ziemlich brutal aneinander. Und da liegt meiner Meinung nach auch die große Schwäche des Buches: die Hauptpersonen sind einfach doof. Dante ist ein dominanter, grausamer und seltsamer Mann, der den Macker spielt aber sich dabei unwohl fühlt (hä?). Lorna ist zwar recht schlagfertig und eigenständig zu Beginn der Geschichte, aber dadurch, dass Dante sie gewaltsam völlig unterwirft, hat sie überhaupt keine Chance. Irgendwann gegen Ende stellt sie dann auf einmal fest, dass der Mann doch nicht so schlimm ist und verliebt sich in ihn. So einfach geht das. Leider haben es dann letzten Endes noch nicht einmal die Sexszenen rausgerissen (wie z.B. bei Kresley Cole). Bis kurz vor Ende des Buches sind die beiden nämlich noch permanent damit beschäftigt, sich anzuzicken und daher gibt es erst ganz zum Schluss eine kleine Liebesszene, die aber sehr sehr zurückhaltend ausfällt. Da kann der Klappentext echt einpacken, von wegen vom heißen Feuer verzehrt... Überhaupt geht es im ganzen Roman recht ruppig zu, und die Tatsache, dass Dante Lorna mit Gewalt ihrer Freiheit beraubt ohne auch nur eine Anklage zu haben, finde ich ganz schön heftig. Noch heftiger ist, dass Lorna sich irgendwann damit abfindet. Unter all diesem Techtelmechtel kommt die Geschichte des Kampfes zwischen den Raintree und den Ansara natürlich zu kurz. 300 Seiten sind recht schnell gefüllt und so kann die Autorin dieses Thema nur kurz anreißen. Schade. Es wird auch schnell schnell aufgelöst, wer die Bösen sind und das Happy End kommt wie ein D-Zug und hackt die Story ab. Auch schade. Fazit Nette Unterhaltung mit wenig Tiefgang. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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