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Originaltitel


Nacht der Wölfin
von Kelley Armstrong

auf Deutsch erschienen im Sept 2003 im Droemer/Knaur Verlag
478 Seiten, Taschenbuchformat

Preis EUR 8,95

ISBN: 3426618117
EAN: 9783426618110
Übersetzt von Christine Gaspard


 GEBUNDENE                       
 AUSGABE
 erschienen August 2002
 im Schneekluth Verlag

NEUAUFLAGE
erscheint im Oktober
2010 im Knaur Verlag

Leseprobe



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WerwolfDämonEngelVampire
Urban Fantasy - Thriller/Krimi
Nacht der Wölfe erzählt die Geschichte von Elena, Michaels, dem einzigen weiblichen Werwolf der Welt. Als junge Frau wurde sie von Clayton gebissen und überstand die Verwandlung zum Werwolf. Doch mit dem Leben im Rudel kam sie nicht zurecht, sie wollte ein ganz normales menschliches Leben führen. Also verließ sie die anderen und zog nach Toronto, bekam einen guten Job als Journalistin und lernte den geduldigen und liebevollen Phillip kennen, mit dem sie zusammenzog. Alles könnte wunderbar sein, doch eines Tages erhält Elena eine Nachricht von Rudel-Alpha Jeremy, dass sie unbedingt kommen muss, sie bräuchten ihre Hilfe. Ungern lässt sich Elena darauf ein, hat sie doch keine Lust, ihren "Verflossenen" Clay wieder zu treffen. Als sie in New York bei den anderen ankommt, erfährt sie, dass die Gegend und das kleine Dorf, am Rande dessen sich das Rudel niedergelassen hat, von wilden, rudellosen Werwölfen, sogenannten Mutts bedroht wird, die wahllos Menschen töten. Bevor Elena das Rudel verlassen hatte, hat sie bei der Jagd und dem Aufspüren von Mutts viel Erfahrung gesammelt.  Zuerst will sie sich nicht darauf einlassen, den anderen zu helfen, doch als ihr guter Freund Logan von den Mutts getötet wird, geht es auch für Elena um Rache. Eine gefährliche Jagd beginnt, bei der sich Elena und Clayton unweigerlich näher kommen und die alten Gefühle wieder aufflammen. Aber Elena wollte doch zurück zu ihrem "normalen" Menschenleben...

Generell gibt es über dieses Buch fast nur gutes zu berichten. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker und direkt. Es gibt sehr gute Dialoge, rasante Szenen und so gut wie keine Wiederholungen oder schlechte Redewendungen. Jeder Charakter hat seine eigene Art zu reden und es macht Spaß, dem Text zu folgen. Obwohl alles aus Elenas Ich-Perspektive erzählt wird, kommen die anderen nicht zu kurz und man kann sich auch z.B. Clay oder Jeremy nah fühlen. Der Fokus liegt allerdings ganz klar auf Elena.  Es wird auf ganz professionelle Art Spannung erzeugt, die dann auch durchweg gehalten werden kann. Es gibt dramatische Momente, brutale und fiese. Überhaupt wird die ganze Palette an Emotionen ausgenutzt, die zur Verfügung stehen und das gibt dem ganzen viel Authentizität. Elena ist eine sehr angenehme Person mit Ecken und Kanten, die mit ihrem Schicksal hadert. Die Zerrissenheit zwischen dem instinktgesteuertem Werwolfdasein und der sich nach Liebe und Geborgenheit sehnenden Menschenfrau ist wunderbar dargestellt. Auch ihre Beziehung zu Clay, die wahrlich nicht einfach ist, hört sich absolut nicht nach Kitsch an. Es gibt einige sehr gut platzierte erotische Momente, die nicht unnötig ausgedehnt werden. Natürlich handelt es sich hier um nichts weiter als einen paranormal angehauchten Kriminalroman, bei dem es fast Mafia-mäßig zugeht. Aber alles ist stilsicher präsentiert und macht Spaß. Das einzige, was mir nicht so ganz gefallen hat, ist die Solo-Rolle von Elena. Als einzigste weibliche Vertreterin der Werwölfe hat es natürlich jeder männliche auf sie abgesehen. Das macht sie etwas arrogant. Von wegen: der bringt mich eh nicht um, es gibt ja nur mich... Aber darüber lässt sich hinwegsehen. 
Fazit
Mitreißende und spannende Unterhaltung mit toller Front-Frau!
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