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Weitere Titel der Serie
Originaltitel
![]() Homepage der Autorin Caitlin Kittredge Im Vergleich... leichter, softer, langsamer
Schattenwölfe dunkler, härter, schneller |
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Nocturne City - Schattenwölfe von Caitlin Kittredge erscheint auf Deutsch im Februar 2010 im Egmont Lyx Verlag 432 Seiten, Taschenbuchformat Preis: EUR 9,95 ISBN-13: 9783802582912 ISBN-10: 3802582918 Übersetzt von Daniel Müller |
Leseprobe
Als ich den Tatort erreichte, konnte ich das Blut des Mädchens schon riechen, bevor ich ihren in Neonlicht getauchten Körper in der Gasse liegen sah. Das Licht der Reklametafeln einer Bar verlieh der Szenerie einen traum- ähnlichen Charakter das Straßenpflas- ter glitschig und scheinbar bodenlos, die Haut der Leiche rosafarben und fest. Das Blut der Kleinen konnte ich riechen, weil ich eine Werwölfin bin. Angerufen hatte man mich, weil sie tot und ich die zuständige Mordermittlerin war. Ein Polizist hielt mich mit erhobener Hand an. ,,Wo soll's hingehen, Ma'am?" Ich zog meine Jacke zur Seite und zeigte ihm die Dienstmarke an meinem Gürtel, die mich als Detective des Nocturne City Police Departments auswies. In dem schlechten Licht warf er einen blinzelnden Blick auf die Marke und nickte. ,,Entschuldigung, Detective ... Wilder. Gehen Sie durch." Er hob das Absperrband an, was ich ihm mit einem Lächeln dankte. ,,Nennen Sie mich doch Luna, Officer ...?" ,,Thorpe, Ma'am." Er erwiderte mein Lächeln, und seine müden blauen Augen leuchteten kurz auf. Anscheinend hatte ich selbst um drei Uhr morgens in abgewetzten Bluejeans und mit einem T-Shirt voller Flecken von Fingerabdruckfarbe eine gewisse Wirkung auf Männer wie Thorpe. Meine Freizeitkleidung sah normalerweise anders aus, allerdings hatte sich diese Kombination als praktisch erwiesen praktischer zumindest, als ständig Blut aus Seidentops herauswaschen zu müssen. Thorpe rief mir hinterher: ,,Ich hoffe, Sie haben nichts zu Abend gegessen, Detective. Ist nämlich 'ne ziemliche Sauerei!" Das waren ja fantastische Aussichten! Ich ging geradewegs auf die rote Bierreklame zu, in deren Licht die Kriminaltechniker der Spurensicherung schon bei der Arbeit waren und ein Polizeifotograf mit einer digitalen Nikon Fotos vom Tatort schoss. Als ich stehen blieb und auf das Mädchen hinunterblickte, bemerkte ich, dass ich sehr nah an sie herangetreten war, sodass sich zwischen meiner Schuhspitze und der Leiche nur noch wenig Platz befand. An dem Hals des Mädchens klaffte eine breite Wunde, die von inzwischen getrocknetem Blut verkrustet war. Es schien, als hätte sich das gesamte Blut ihres Körpers bis auf einen armseligen kleinen Rest auf der Teerdecke der kleinen Seitenstraße verteilt. Die Lache verlieh dem Untergrund ein ölig-schmieriges Glänzen. An ihrer linken Hand war der Zeigefinger sauber am Fingergelenk abgetrennt worden. Geblieben war nur eine rot-weiße Scheibe, umgeben von geronnenem Blut. Plötzlich sprach mich jemand an, und ich musste nach unten schauen, um meinen auf der Erde hockenden Gesprächspartner erkennen zu können. |
Schund mehr geht so lesenswert schlecht als recht |
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| Urban Fantasy - Krimi/Thriller | |||
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Luna Wilder ist eine
erfolgreiche und willensstarke Ermittlerin im Dienst der Polizei von
Nocturne City, wo Werwolfrudel und Hexen mehr oder weniger friedlich
mit der menschlichen Bevölkerung zusammenleben. Das Leben als
rudellose Werwölfin ist hart für Luna, muss sie sich doch
permanent gegen Vorurteile und Bedrohungen durchsetzen. Ein wenig
Rückhalt findet sie nur bei ihrer magisch begabten Cousine Sunny,
mit der sie zusammen ein kleines Haus am Rande der Stadt bewohnt. Eines
Tages wird Luna mit der Ermittlung in einem blutigen Mordfall an einer
jungen Frau beauftragt und gerät damit unwillentlich in
einen höchst gefährlichen Korruptionsskandal. Ihr erster
Verdacht fällt auf den charismatischen Werwolf Dmitri Sandowsky,
doch bald kristallisiert sich für Luna heraus, dass der Täter
ein anderer sein muss. Als ein zweites Opfer auftaucht,
überschlagen sich die Ereignisse: es scheint, als sollten ihre
Ermittlungen von ganz hoher Ebene aus unterbunden werden und Luna
kämpft plötzlich gegen alle: die eigenen Polizeikollegen, den
grausamen Mörder, rivalisierende Werwölfe und gegen die
eigene Angst... Der erste Teil der Nocturne City Reihe präsentiert sich als schneller, harter Polizeithriller mit einer toughen Werwölfin in der Hauptrolle. Das Konzept lehnt sich an bereits Bekanntes an: eine einzelgängerische Ermittlerin à la Anita Blake, eine futuristische Stadt wie bei Mercy Thompson und ein explizit-brutaler Krimiplot wie bei Wolfshadow oder Anna Strong. Luna Wilder ist in ihrer störrischen, zu Gewalt neigenden Art fast schon unweiblich und leidet augenscheinlich unter ihrer wilden, wölfischen Seite, auch wenn diese meiner Ansicht nach ihren grausamen Touch noch eher passend unterstreicht. Sie verkörpert im überspannten Maße das Ideal einer kompromisslosen Kämpferin, die gegen alle Fronten antreten muss und dabei noch eine traumatische Vergangenheit kompensiert. Soweit ganz gut, in ihrem kühlen, direkten Schreibstil entwickelt Caitlin Kittredge eine spannende Krimihandlung mit einigen Überraschungen und gespickt mit undurchsichtigen Gegenspielern und interessanten Nebencharakteren. Die Story schreitet schnell voran und trotz aller möglichen Widrigkeiten kämpft sich Luna bis zur Lösung des Falls durch. Dabei findet sich keine Zeit für Romantik, nähere Charakterbeschreibungen oder größere Szenenwechsel. Durch die Ich-Perspektive erfährt der Leser die Ereignisse nur aus Lunas Sichtweise, und die ist oft geprägt von ungerichteter Aggression oder wirrer Sehnsucht, Lust oder Verzweiflung. Meiner Meinung nach liegt auch hier die größte Schwäche des Romans, denn durch den unausgeglichenen Charakter der Hauptfigur gerät auch der Rest in Unruhe. Luna kann sich weder darauf einlassen, für Dmitri etwas zu empfinden, noch möchte sie sich groß mit ihrem Werwolfdasein beschäftigen. Von Rache und Ehrgeiz getrieben, schlittert sie durch fahrige Polizeiarbeit und Indiana Jones-mäßige Einzelkämpferaktionen. Widersprüchlichkeiten findet man leider einige, nur ein Beispiel: erst beschwert sich Luna, dass ihr Kollege brutale Verhörmethoden anwendet und kurze Zeit später knallt sie selbst den Kopf eines Verdächtigen auf den Tisch.... Angekündigt war auch ein gewisser erotischer Inhalt, doch leider kann Schattenwölfe das kaum bieten. Es gibt da zwar etwas zwischen Luna und Dmitri, aber Luna stößt permanent alle und alles von sich. Bei einigen von ihren Sprüchen hätte ich an Dmitris Stelle schon längst abgewinkt. Physische Annäherungen sind wie alles geprägt von Gewalt und einer rigorosen Distanziertheit. Schlussendlich ist das Buch ein unterhaltsamer Krimi, der nicht vor brutalen Szenen zurückschreckt und mit seiner abgeklärten Erzählweise rasant durch einen halsbrecherischen Thriller führt. Fazit: Kühl-düsterer paranormaler Krimi mit einer schlagkräftigen, toughen Heldin. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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