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Wolfsfieber von Lori Handeland erscheint auf Deutsch im September 2009 im Egmont Lyx Verlag 400 Seiten, Taschenbuchformat Preis: EUR 9,95 übersetzt von Patricia Woitynek ISBN-10: 3802582284 ISBN-13: 978-3802582288 |
Leseprobe
Ein Leben, das darauf verwandt wird, einen Schwur gegenüber einem Toten einzulösen, ist in Wahrheit gar kein Leben, aber ich habe Simon Malone geliebt und ihm mein Versprechen gegeben. Ich habe Zoologie studiert, mittlerweile aber auf Kryptozoologin umgesattelt. Wäre ich meinem eigentlichen Berufsziel gefolgt, würde ich jetzt in irgendeinem Zoo versauern oder, schlimmer noch, Giraffen und Zwergziegen erforschen. Stattdessen gehe ich Gerüchten über mythische Tiere nach und versuche zu beweisen, dass sie tatsächlich existieren. Eine frustrierende Aufgabe. Es gibt einen Grund dafür, dass es bislang niemandem gelungen ist, einen Bigfoot zu fangen. Sie wollen nämlich nicht aufgespürt werden und sind im Verstecken wesentlich besser als irgendjemand auf der Welt im Suchen. Zumindest ist das meine Theorie, und von der rücke ich nicht ab. Die meisten Kryptozoologen bemühen sich, unentdeckte Spezies oder evolutionäre Sensationen – echte Tiere, an denen nichts Paranormales ist – zu finden, aber ich nicht. Nein. Weil ich nun mal diesen Schwur geleistet habe. Idiotisch, aber wenn eine Frau einen Mann auf die Weise liebt, wie ich Simon geliebt habe, tut sie nun mal idiotische Dinge – vor allem, wenn er in ihren Armen gestorben ist. Also gehe ich, in dem Versuch, etwas Mythisches zu entdecken und seine Echtheit zu beweisen, jeder Legende, jeder Volkssage, jedem noch so kleinen Fitzelchen an Information nach. Ich habe zwar nie an Magie geglaubt, aber mein Mann hat das getan, und das Einzige, woran ich je geglaubt habe, war er. Meine Suche verlief relativ erfolglos, bis dann in jener Nacht um drei Uhr morgens das Telefon klingelte. Die Kombination aus Schlaflosigkeit und einem sehr leeren Bankkonto brachte mich dazu, trotz der unchristlichen Stunde ranzugehen. „Hallo?“ „Dr. Malone?“ Die Stimme war männlich, ein bisschen zittrig, der Anrufer alt oder vielleicht krank. „Noch nicht.“ Ich musste erst ein Kryptid – ein bislang unbekanntes Tier – aufstöbern, seine Existenz nachweisen und eine Dissertation schreiben. Anschließend würde ich diese hübschen Buchstaben – Ph.D. – an das Ende meines Namens setzen dürfen. Aber seit der ganzen Sache mit dem Schwur war ich zu sehr damit beschäftigt gewesen, Seeungeheuer und Bigfoot-Klone zu jagen, um die nötige Zeit zu finden, eine neue Spezies von Irgendetwas entdecken zu können. |
Schund mehr geht so lesenswert TOP Titel schlecht als recht |
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| Urban Fantasy - Thriller/Krimi | |||
| Nach dem Tod ihres
Mannes hat sich die Kryptozoologin Diana Malone geschworen, seine
Arbeit fortzusetzen und nach Wesen zu suchen, die sie selbst für
nicht existent hält: Werwölfe. Als sie von dem wohlhabenden
Frank engagiert wird, in New Orleans nach der Spur eines vermeintlichen
Werwolfs nachzugehen, nimmt sie sofort an und reist in die Stadt, in
der Aberglaube, Voodoo und Elend zuhause sind. Bereits kurz nach ihrer
Ankunft geschehen seltsame Dinge: sie fühlt sich beobachtet und
von mysteriösen Träumen geplagt. Dann findet sie eines
Morgens eine rote Blume auf ihrem Bett... Diana ahnt, dass das
Rätsel seinen Ursprung im Sumpf nimmt und will sich mit dem
Führer, den Frank aufgetrieben hat, treffen. Doch wenig
später wird ihr Sumpfführer ermordet, die Polizei vermutet
ein tollwütiges Tier. Kann es sein, dass ein Werwolf dahinter
steckt? Der attraktive, geheimnisvolle Adam Ruelle stellt sich als
neuer Sumpfführer zur Verfügung und obwohl Diana vom ersten
Augenblick an seinem Charme und der körperlichen Anziehungskraft
verfällt, weiß sie nicht, ob sie ihm trauen kann. Wolfsfieber bietet perfekte Krimiunterhaltung mit einem wunderbar-prickelnden Schuss Erotik und toll ausgearbeiteten Charakteren. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen, da man von Beginn an von der Handlung gefesselt wird und lange lange rätseln darf, was Adams Geheimnis ist. Durch die Ich-Perspektive ist man immer nur auf Dianas Stand der Informationen und fühlt ihre Verwirrung, ihre Sehnsucht nach Liebe und die Trauer um ihren Mann. Sie ist eine zielstrebige, starke Person, die auch nicht auf den Mund gefallen ist. Mit Adam Ruelle trifft sie auf einen attraktiven, rauhen Mann mit düsterer Vergangenheit und unwiderstehlichem Sex-Appeal. Wenn die beiden sich treffen, sprühen die Funken und trotz körperlicher Intimität kann Diana nicht hinter seine verschlossene Fassade blicken. Die Spannung wird über alle Maßen erhöht, als Adam potentieller Mörder, Werwolf, Betrüger etc. für Diana wird und sie hin und hergerissen scheint zwischen ihren Gefühlen für ihn und dem nachvollziehbaren Misstrauen. In treffenden Dialogen, präzise gewählten Worten, passenden Szenenwechseln und bissigem Humor präsentiert Lori Handeland einen gelungenen weiteren Teil der Nightcreature Serie, der so gut wie keine Schwächen hat. Es gibt auch ein kurzes Wiedersehen mit den Jägersuchern um den alten Mandauer, doch im Vordergrund steht deutlich Diana und ihre Suche nach dem Werwolf bzw. nach Adams wahrer Identität. Wie auch schon in den vorangeganenen Teilen mixt die Autorin hier den Werwolf-Virus mit Magie aus Naturreligionen und in Wolfsfieber gibt es dank der Priesterin Cassandra auch einen kleinen, interessanten Ausflug in den Bereich Voodoo. Trotzdem driftet das ganze nicht ins Unglaubwürdige ab und sämtliche Charaktere bleiben reell und greifbar. Man merkt deutlich, dass hinter der Story ein Plan steckt, dass sich die Autorin Gedanken um Ablauf und Handlungen der Personen gemacht hat. Hier wird nicht nur einfach eine 08/15 Love Story erzählt, in der paranormales vorkommt, hier gibt es liebevoll ausgestaltete Schicksale, nachvollziehbare Dialoge und echte Gefühle, die nicht nur rosarot sind. Bitte mehr davon! Fazit Absolut überzeugender Werwolfkrimi mit fantastischen Charakteren. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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