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Kathryn Smith



Wächterin der Träume
von Kathryn Smith

erscheint auf Deutsch im April 2010 im Pan-Verlag
368 Seiten, Taschenbuch broschiert

Preis: EUR 9,95

übersetzt von Carola Kasparek
ISBN-13: 9783426283226
ISBN-10: 3426283220

Leseprobe

Nebel ist nie eine gute Sache. Seit Jahrzehnten taucht er in Horrorfilmen immer dann auf, wenn Furcht, Spannung und eine gespenstische Atmosphäre erzeugt werden sollen, in der entsetzliche Geschöpfe ihr Unwesen treiben. Ich bin sicher, dieses Bild hat sich jemand ausgedacht, der dem Traumreich im Schlaf ein wenig zu nahe gekommen ist – und den »Wachhund« sah, der dort lauert. Dieser Gedanke kam mir, als ich nur mit knapper Not den scharfen Klauen des Nebels auswich, die mir die Eingeweide herausreißen wollten. Ich heiße Dawn Riley, und ich wurde vom Nebel bedroht, weil ich die Tochter von Morpheus, dem Gott der Träume, bin. Gleichzeitig bin ich auch ein Mensch – und eigentlich dürfte es mich gar nicht geben. Der Nebel wusste das, und da es seine Aufgabe war, das Traumreich zu schützen, betrachtete er mich als eine Bedrohung, die es zu vernichten galt. Klauenähnliche Tentakel aus Nebelschwaden schrammten über meine Haut und hinterließen breite rote Striemen. Dort, wo sie sich festkrallen konnten, quollen erste kleine Blutstropfen hervor. Dieser verfluchte Nebel hasste mich. Das beruhte – »Autsch! Verdammt, nicht im Gesicht!« – auf Gegenseitigkeit. »Lässt du dir das etwa gefallen?« Ich drehte mich zu der grollenden Stimme um. Jemand stand ein paar Meter entfernt und ließ sich zärtlich von den Nebelfingern kraulen, als wäre er ein niedliches kleines Kätzchen und nicht ein eins achtzig großer, muskelbepackter und wie aus Stein gemeißelter Mann – mein Trainer Verek. Die Bezeichnung »Mann« bezog sich lediglich auf sein Geschlecht. Auch er ist kein Mensch im herkömmlichen Sinne. Wir sind dunkle Träume, Nachtmahre, Wächter des Reichs der Träume. Verek ist reinblütig, ich hingegen bin halbblütig. Der Nebel verhinderte, dass Menschen zu weit ins Traumreich gerieten, und wehrte Feinde ab. Da dies nur selten vorkam, war er jetzt umso gieriger nach mir, wie ein ausgehungerter Wolf auf der Suche nach frischem Fleisch. Verek sagte, ich müsse den Nebel dazu bringen, mich als Teil dieser Welt und nicht als Eindringling zu betrachten. Im Grunde genommen musste ich ihn zähmen, aber ich hatte keine Ahnung, wie ich das anstellen sollte. »Du hast leicht reden«, knurrte ich. »Dir gegenüber benimmt er sich ja auch wie eine scharfe Masseuse im Wellness- Salon.« Der Vergleich gefiel Verek offenbar, denn er grinste, und die leuchtend weißen Zähne in seinem gebräunten Gesicht blitzten. Er war wirklich hinreißend – doch manchmal wusste ich nicht, ob ich ihn lieber anhimmeln oder ihm seine hübsche Nase brechen sollte. »Er respektiert mich eben«, sagte Verek herablassend. »Er weiß, dass ich ihm überlegen bin, aber keine Gefahr für ihn darstelle.« Was er nicht erwähnte, war, dass der Nebel eigentlich auch mich respektieren sollte.


Dämon
Urban Fantasy
Kaum hat Dawn Riley ihre Aufgaben als Tochter von Morpheus, dem Herrn der Träume, akzeptiert und begonnen, ihre Fähigkeiten zu trainieren, da scheint es, als wollte das Reich der Träume sie schon wieder loswerden. Nicht einmal ihr mächtiger Vater kann verhindern, dass sie vor den obersten Rat zitiert wird. Dort klagt man sie des Gesetzesbruches und des Hochverrats an und die Strafe dafür ist der Tod! Am liebsten würde Dawn das Traumreich ganz hinter sich lassen. Schließlich hat sie in ihrem »echten« Leben einen tollen Job und in Noah, dem Künstler mit den nachtschwarzen Augen, einen noch viel tolleren Freund. Doch dann wird auch Noah in ihren Konflikt mit dem Traumreich- hineingezogen, und Dawn muss feststellen, dass sie den Mann, den sie mehr als alles andere- liebt, in tödliche Gefahr bringt




































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