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Weitere Titel der Serie
Originaltitel
![]() Homepage der Autorin Kathryn Smith Im Vergleich... leichter, softer, langsamer
dunkler, härter, schneller |
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Tochter der Träume von Kathryn Smith erschienen auf Deutsch im November 2009 im Pan-Verlag 464 Seiten, Taschenbuch broschiert Preis: EUR 9,95 übersetzt von Regina Schneider ISBN-10: 3426283050 ISBN-13: 978-3426283059 |
Leseprobe
Du bist ein Traum. Eine echte Traumfrau!« Ich stockte jäh, die Limofl asche auf halbem Weg zum Mund, und starrte den alten Mann an, der neben mir an der Kasse des Drogeriemarktes stand. Das Herz schlug mir bis zum Hals. »Wie bitte?« Sein wettergegerbtes Gesicht erinnerte an verschlissenes Leder, und sein Haar war ein krauser, grauer Lockenwust. Seine Augen hatten jedoch den aufgeweckten Blick eines Kindes. »Du bist ein Traum, mein Mädchen. Was machst du hier?« Ich sah mich um, ob irgendwer im Drogeriemarkt die überraschende – und unüberhörbare – Feststellung mitbekommen hatte. Fehlanzeige. Zumindest taten alle so, als hätten sie nichts gehört. Gut, der Mann war ein verrückter, alter Kauz. Kein Grund zur Panik, keine Notwendigkeit, irgendetwas zu tun. »Sir, ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.« »Du bist nicht von dieser Welt.« Er blieb beharrlich und stampfte dabei mit dem Fuß auf, so dass ich mich fragte, ob er vielleicht mal zur Toilette musste. »Du dürftest eigentlich nicht hier sein.« Ich wich instinktiv einen Schritt zurück, nur für den Fall, dass er vielleicht doch eine schwache Blase hatte. Denn eines lernte man, wenn man in einer Großstadt wie New York lebte: Die Menschen hier überschritten gern einmal die Grenzen des Anstands. Außerdem war er mir unheimlich. »Ah, verstehe. Ich dürfte gar nicht hier sein.« Ich schraubte den Deckel meiner Colafl asche zu, während die Kassiererin begann, meine Einkäufe einzuscannen. In wenigen Augenblicken würde ich draußen sein. Wäre ich nach der Arbeit doch bloß nach Hause gegangen, aber ich hatte Tampons gebraucht. »Dann weißt du also Bescheid, oder?« Ich hatte gehofft, dass die Unterhaltung mit meiner zustimmenden Bemerkung beendet war, doch offenbar hatte ich mich geirrt. »Worüber?« »Wer du bist.« Er starrte mich an, und aus seinem Blick sprach leichte Verwunderung. »Verfl uchte Sch… Ich wette, du weißt nicht einmal, wie du hergekommen bist.« »Zu Fuß.« Doch eines wusste ich sicher, nämlich, dass ich nicht zu Fuß nach Hause gehen würde. Lieber Gott, hoffentlich würde ich ein freies Taxi erwischen, sobald ich aus der Tür war. Er fi ng wieder an aufzustampfen und verzog dabei das Gesicht. Ich wich noch einen Schritt zurück. »Ich meine nicht, wie du in diesen Laden gekommen bist. Ich meine, überhaupt auf die Erde.« Ich schluckte, und meine Kehle fühlte sich rauh an, als hätte ich ein Stück Teppich verschluckt. »Sir, ich bin hier geboren. Genau wie Sie.« Vielleicht lag es an den vielen Psychologieseminaren, die ich im Laufe der Jahre besucht hatte, vielleicht auch an der leisen Angst, die ich spürte, aber irgendwie musste ich ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. In diese Welt. Er musterte mich eingehend – etwas zu aufdringlich für meinen Geschmack. »Du magst zwar hier geboren sein, Mädchen, aber du gehörst hier nicht her. Ich frage mich, wie du es geschafft hast, durchzuschlüpfen.« Verdammt noch mal, nichts wie weg hier. Was redete der bloß? »Glück gehabt, denke ich mal.« Er starrte mich immer noch aus seinen leicht trüben, aber durchaus wachen Augen an. »Glück? Nichts da. Wie alt bist du?« |
Schund mehr geht so lesenswert schlecht als recht |
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| Urban Fantasy | |||
| Auf den ersten Blick
ist Dawn eine ganz normale junge Frau, die als Schlafforscherin in
einem Institut in New York arbeitet, mit einer Freundin in einer
kleinen WG wohnt, sich gerne schminkt und ausgeht. Aber in Wirklichkeit
ist Dawn die Tochter von Morpheus, dem Herrn der Träume. Sie ist
halb Mensch, halb Traumwesen. Eigentlich hat sie ihr ganzes Leben ihre
doppelte Existenz verdrängt und versucht, wie ein Mensch zu leben,
doch es scheint, als wäre jetzt die Zeit gekommen, wo sie ihre
Herkunft nicht mehr verleugnen kann. Zum einen gibt es da familiäre Probleme: ihre Mutter hatte sich entschlossen, zu ihrem Geliebten Morpheus in die Traumwelt zu gehen und liegt seither in einem für alle anderen unerklärlichen Koma. Dawn kann ihren Geschwistern und ihrem Stiefvater allerdings nicht die Wahrheit sagen. Das belastet sie sehr und ihr Hass auf ihre Mutter, die in ihren Augen egoistisch gehandelt hat, sitzt tief. Zum anderen kreisen Dawns Gedanken um ihren attraktiven Patienten Noah, der sich als luzider Träumer ihrem Forschungsprogramm zur Verfügung gestellt hat. Die Funken sprühen nur so, wenn die beiden in einem Raum sind, doch kann sich Dawn leisten, eine Liebes-Beziehung zu einem Patienten anzufangen? All das wird zur Nebensache, als eine tödliche Bedrohung aus der Traumwelt auftaucht und Dawn und ihr Umfeld in unmittelbare Gefahr geraten. Vor Tochter der Träume hatte ich von Kathryn Smith nur die ersten Teile ihrer Schattenritter Serie gelesen. Da hatte man sich natürlich auf den historischen Liebesromanstil eingestellt und sich ein Bild vom Schreibstil der Autorin gemacht. Mit ihrer neuen Serie präsentiert sich die Autorin jedoch von einer anderen, moderneren Seite. Mit gewählten Worten und in ausgereifter Erzählmanier berichtet sie in der Ich-Form von Dawn, der Tochter des Herrn der Träume und wie sie ihr Leben meistert. Dabei gelingt ihr ein anschauliches Portrait einer intelligenten, gefühlsbetonten, modernen Frau, wie sie tausendfach im echten Leben sein könnte. Dawn ist keine perfekte Prinzessin (obwohl sie schon eine Prinzessin ist), und hat genauso manchmal Probleme mit ihrem Äußeren, Liebeskummer etc. wie jede normale Frau. Das hat mir sehr gut gefallen, denn es bringt dem Leser die Hauptfigur näher und man kann sich sehr gut mit ihr identifizieren. Auch alle Nebenpersonen, besonders Noah, sind gut ausgearbeitet. Es ist nicht so leicht, das Buch klar zu kategorisieren, es ist kein reiner Liebesroman, aber auch kein Krimi. Um wirklich spannend zu sein, passiert im Endeffekt zu wenig. Ich vergleiche es mal mit Richelle Meads Succubus-Serie, die auch eher ein Charakterportrait ist, als ein Thriller. Natürlich ist die Suche nach der Bedrohung aus der Traumwelt auch spannend, es gibt auch einige Kampfszenen, aber im Vordergrund steht Dawns persönliche Entwicklung und ihre Interaktion mit anderen Personen. Was mir sehr gut gefallen hat waren sämtliche Szenen zwischen Noah und Dawn. Hier beweist die Autorin wahres Geschick für Romantik und Erotik ohne platt zu werden ohne abgegriffene Worte zu benutzen. Allein schon der Flirt zwischen den beiden ist so prickelnd, wie es manch andere explizite Szene in anderen Büchern niemals sein wird. Perfekt platziert, entwickelt sich so eine besondere Beziehung zwischen Dawn und Noah, die zwar alles andere als einfach, aber dennoch herrlich intensiv ist (hier wieder die Parallele zu Seth und Georgina in der Succubus-Reihe). Insgesamt fand ich die Geschichte recht ordentlich , ich muss aber sagen, das Thema Traumwelt und Dämonen hat es mir nicht so ganz angetan. Dieses Paranormale Element ist überaus blutleer und die Traumwesen sind meines Erachtens kühle, distanzierte Wesen, die sich auch nicht mit den Menschen mischen sollten. Dawn verfügt zwar über übersinnliche Kräfte, lebt aber ansonsten ein relativ normales Leben und will es auch so. Daher ist mir hier im Endeffekt zu wenig "Paranormale Action und Vielfalt". Wir sind hier weit entfernt von dem Reizüberfluss in Ilona Andrews Stadt der Finsternis. Kurz noch ein Lob an den PAN Verlag: die Ausgabe ist von guter Qualität mit einem schönen Cover und hochwertigem Papier. Fazit Stilistisch einwandfreier, romantisch angehauchter Urban Fantasy Roman über eine Heldin mit Potential. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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