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Weitere Titel der Serie
Originaltitel
![]() Homepage der Autorin Carrie Vaughn Im Vergleich... leichter, softer, langsamer
dunkler, härter, schneller |
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Midnight Hour - Die Stunde der Wölfe von Carrie Vaughn auf Deutsch erschienen im Jan 09 im Heyne Verlag 400 Seiten, Taschenbuchformat Preis EUR 12,00 ISBN: 3453524896 EAN: 9783453524897 Übersetzt von Ute Brammertz |
Leseprobe
Ich warf meinen Rucksack in eine Ecke des Aufnahmestudios und klatschte Rodney ab, der auf dem Weg nach draußen war. »Hey, Kitty, noch mal danke, dass du die Schicht um Mitternacht übernommen hast«, sagte er. Er hatte gerade eben eine Grungeband der dritten Generation aufgelegt, bei der sich mir die Nackenhaare aufstellten, aber ich lächelte trotzdem. »Gern geschehen.« Aber...? »Ist mir aufgefallen. Früher hast du die Spätschicht gar nicht gemocht.« Er hatte recht. In den letzten Monaten war ich zu einem regelrechten Nachtmenschen geworden. Ich zuckte mit den Schultern. »Die Dinge ändern sich eben.« »Na dann, mach's gut.« Endlich hatte ich das Studio ganz für mich allein. Ich dämpfte das Licht, sodass das Mischpult leuchtete und die Regulierer und Schalter futuristisch und unheilvoll wirkten. Meine blonden Haare band ich zu einem Pferdeschwanz. Ich trug Jeans und ein viel zu großes Sweatshirt, das schon zu häufig in der Wäsche gewesen war. Einer der Vorteile an der Spätschicht im Radiosender war, dass ich für niemanden gut aussehen musste. Ich setzte mir den Kopfhörer auf und lehnte mich in dem Sessel mit den quietschenden Rollen und dem zerschlissenen Polster zurück. So schnell wie möglich spielte ich meine Musik. Bauhaus und dann gleich die Pogues. Das würde sie wach rütteln. Als DJ war man Gott. Ich beherrschte den Äther. Ein DJ bei einem alternativen nichtkommerziellen Radiosender zu sein? Das bedeutete, Gott mit einer Mission zu sein. Man glaubte, man habe The Clash als Erster entdeckt und müsse nun den Rest der Welt bekehren. Mittlerweile waren meine Illusionen, was die wahre Macht eines Radio-DJs betraf, mehr oder weniger zerstört worden. Angefangen hatte ich beim Uni-Radiosender, hatte vor zwei Jahren meinen Abschluss gemacht und nach einem Praktikum hier bei KNOB die Moderatorenstelle bekommen. Ich mochte das Hirn voller philosophischer Lehren, hehrer Ideale und Meinungen haben, die ich unbedingt loswerden wollte. Aber jenseits des Campus kümmerte sich niemand darum. Die Welt war so viel größer, und ich trieb hilflos darin umher. Die Uni hätte dem eigentlich Abhilfe schaffen sollen, oder? Ich schaltete das Mikro ein. »Guten Abend, Denver. Hier spricht Kitty auf KNOB. Es ist kurz nach Mitternacht, und mir ist langweilig, was bedeutet, dass ich euch mit albernem Geschwätz erfreuen werde, bis jemand anruft und sich einen Song wünscht, der vor 1990 aufgenommen worden ist. Zum Beispiel habe ich hier die neueste Ausgabe der Wide World of News vor mir. Hab sie mir besorgt, als ich mir meinen tiefgefrorenen Burrito zum Abendessen geholt habe. Die Schlagzeile lautet: >Batboy greift Kloster an.< Tja, das ist nun ungefähr die zehnte Fledermausjungen- Geschichte, die sie dieses Jahr gebracht haben. |
Schund mehr geht so lesenswert schlecht als recht |
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| Urban Fantasy - Thriller/Krimi | |||
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Kitty ist unzufrieden: ihre mitternächtliche Radiosendung langweilt
sie, und ihr geheimes Leben im Werwolfrudel unter dem Alphamännchen Carl ist
eine einzige Unterdrückung. Kitty ist am unteren Ende der Rangordnung und muss
buchstäblich immer den Schwanz einziehen. Da bietet sich ihr durch Zufall eines
Tages die Möglichkeit, etwas Neues zu beginnen, eine Radioshow, die sich um Übernatürliche
Wesen wie Werwölfe, Vampire etc. dreht. Sofort hat Kitty mit dieser Sendung unglaublichen
Erfolg und ihr Selbstbewusstsein erhält ordentlichen Auftrieb. Damit kommen aber
auch Schwierigkeiten auf sie zu: Sowohl Carl als auch der hiesige Vampirmeister
missbilligen ihre Sendung und die Aufmerksamkeit, die damit auf Werwölfe und Vampire
gelenkt wird. Die Menschen sind nämlich noch nicht bereit, daran zu glauben, trotz
biologischen und wissenschaftlichen Untersuchungen. Kitty lässt sich aber nicht
einschüchtern und sendet weiter. Als der Kopfgeldjäger Cormac jedoch knapp einen
Mordanschlag auf sie verfehlt, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Unterstützung
findet sie nur bei ihrem Freund T.J., der aber auch unter der Fuchtel von Carl steht.
Unterdessen passieren brutale Morde an jungen Mädchen in der Stadt und Täter
kann nur ein Werwolf sein. Jetzt schaltet sich auch die Polizei ein und Kitty
gerät in Bedrängnis. Soll sie ihr Werwolfrudel an die Öffentlichkeit verraten? Und
wer steckt hinter den Anschlägen auf ihr Leben? Der erste Teil der Serie um Kitty Norville hat sich schnell und flüssig durchgelesen. Ein offener, klarer Schreibstil ohne Schnörkel und Kompliziertheiten. Kitty ist eine vielschichtige Persönlichkeit, der man von Anfang an Sympathie entgegenbringen kann. Die Story lässt sich locker an und verdichtet sich im Laufe der Seiten immer mehr, wie man es von einem gut aufgebauten Thriller erwarten kann. Schön anzusehen ist, wie Kitty mit ihren Aufgaben wächst und immer mehr Selbstbewusstsein gewinnt. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin den ganzen Werwolfaspekt dargestellt hat. Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt sie Kittys Rolle im Rudel und die Rangordungsprobleme. Diese andere Welt, in der die Werwölfe leben, wird dem Leser auf eine interessante Weise näher gebracht, besonders die Konflikte zwischen den tierischen Instinkten und der gebliebenen Menschlichkeit. Ansonsten wird eine solide Spannung aufgebaut, die sich bis zum Ende des Buches ganz gut hält. Man weiß aber meiner Meinung schon relativ früh, wer der Übeltäter ist, trotzdem gibt es einige Überraschungen. Wer einen Liebesroman erwartet hat, wird allerdings enttäuscht. Eine Romanze ist so gut wie nicht existent und wohl auch nicht vorgesehen. Was mich nicht übermäßig gestört hat, denn ich hatte vorher mit Jeaniene Frost's Blutrote Küsse meine Dosis an heißen Szenen schon erreicht. Im Vergleich zu anderen Titeln auf dem Markt verblasst die Story jedoch etwas, finde ich. Neben Black Dagger, Rachel Morgan und den Titeln von Patricia Briggs und Kelley Armstrong hat es Carrie Vaughn schwer, einen individuellen Platz zu erkämpfen. Es passiert eben nun mal nichts wirklich ungewöhnliches, ein Kriminalfall, ein wenig Vampir- und Werwolfaction. Eine Einzelkämpferin im Fokus und die mittlerweile allseits beliebte Ich-Perspektive. Ein wenig Mainstream, also, aber sehr sympathisch. Fazit Unterhaltsamer Serienauftakt, gemixt aus dem großen Angebot an Urban-Fantasy Elementen. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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