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Originaltitel


Spur der Nacht
von Patricia Briggs

auf Deutsch erschienen im Februar 2009 im Heyne Verlag
450 Seiten, Taschenbuchformat

Preis EUR 7,95

ISBN: 3453524780
EAN: 9783453524781
Übersetzt von Regina Winter

Leseprobe

Ein Cowboy, ein Anwalt und eine Mechanikerin sehen sich zusammen Die Königin der Verdammten an«, murmelte ich.
Warren - der tatsächlich vor langer Zeit einmal ein Cowboy gewesen war - lachte leise und bewegte die nackten Füße. »Das klingt wie der Anfang eines sehr schlechten Witzes oder einer Horrorgeschichte.«
»Nein«, widersprach Kyle, der Anwalt, der seinen Kopf auf meinen Oberschenkel gelegt hatte. »Wenn du eine Horrorgeschichte willst, musst du mit einem Werwolf, seinem hinreißenden Geliebten und einem Walker anfangen ...«
Warren, der Werwolf, lachte und schüttelte den Kopf. »Zu verwirrend. Es gibt nicht mehr viele, die sich daran erinnern, was ein Walker ist.«
Überwiegend verwechselt man uns mit Skinwalkern. Da Walker und Skinwalker beide eingeborene amerikanische Gestaltwandler sind, ist das sogar einigermaßen verständlich. Besonders, weil ich ziemlich sicher bin, dass die Bezeichnung »Walker« ohnehin auf eine dumme weiße Person zurückzuführen ist, die den Unterschied nicht kannte. Aber ich bin kein Skinwalker. Erstens komme ich aus dem falschen Stamm. Mein Vater war ein Blackfoot, Mitglied eines Stammes in Nordmontana, und Skinwalker kommen aus den südwestlichen Stämmen und sind überwiegend Hopi oder Navajo. Zweitens müssen Skinwalker die Haut des Tiers tragen, in das sie sich verwandeln, für gewöhnlich ein Kojote oder Wolf, aber sie können ihre Augen nicht verändern. Sie sind böse Magier, die Krankheit und Tod bringen, wohin sie auch gehen.
Wenn ich mich in einen Kojoten verwandle, sehe ich einfach aus wie jeder andere Kojote auch. Also ziemlich harmlos im Vergleich zu vielen anderen magischen Geschöpfen, die noch im Bundesstaat Washington leben. Dieser Aspekt hatte früher nicht unwesentlich dazu beigetragen, für meine Sicherheit zu sorgen. Doch im letzten Jahr hatte sich das geändert. Nicht dass ich mächtiger geworden wäre, aber ich hatte ein paar Dinge getan, die Aufmerksamkeit erregten. Und wenn den Vampiren erst klar würde, dass ich nicht nur einen, sondern sogar zwei von ihnen getötet hatte ...
Als hätte ich ihn mit meinen Gedanken heraufbeschworen, tauchte ein Vampir auf dem Fernsehschirm auf - dieser Fernseher war so groß, dass er nicht einmal ins Wohnzimmer meines Trailers gepasst hätte. Der Oberkörper des Vampirs war nackt, und seine enge Hose klebte ein paar Zoll unter seinen sexy Hüften.
Es störte mich, dass ich bei diesem Anblick nur Furcht empfand und keine Begierde. Komisch, dass ich Vampire erst mehr fürchtete, nachdem ich welche getötet hatte. Ich träumte davon, dass Vampire aus Löchern im Boden krochen und mir aus den Schatten heraus Dinge zuflüsterten. Ich träumte davon, wie es sich anfühlte, wenn ein Pflock durch Fleisch drang, und von Reißzähnen, die in meinen Arm geschlagen wurden.
Wenn es Warren gewesen wäre und nicht Kyle, dessen Kopf in meinem Schoß lag, hätte er meine Reaktion gespürt. Aber Warren hatte sich auf dem Boden ausgestreckt und konzentrierte sich auf den Bildschirm.

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DämonVampireWerwolf
Urban Fantasy - Thriller/Krimi
Seit Mercy in die Vampir-Mordgeschichte verwickelt gewesen war, ist ihr Leben nicht mehr zur Ruhe gekommen. Auch jetzt werden  ihre Detektiv-Fähigkeiten erneut gefragt, nämlich vom Feenvolk. Sie erfährt, dass ihr guter Freund und Kfz-Meister Zee von der Polizei  wegen Mordverdachts verhaftet wurde. Sofort möchte sich Mercy für Zee einsetzen und fährt ins Feenvolk-Reservat um dort  Nachforschungen anzustellen, auch wenn sie weiß, dass es sehr gefährlich werden kann, in den Angelegenheiten des Feenvolks  herumzuschnüffeln - im wahrsten Sinne des Wortes. Also sammelt Mercy in Koyotengestalt Hinweise an den verschiedenen  Tatorten, doch eine wirkliche Spur kann sich noch nicht herauskristallisieren. Klar ist, dass Mercy als Walker viel zu viel Einblick in  das wahre Aussehen des Feenvolks hat und sich dadurch sowohl den Zorn der Grauen Lords als auch den der mächtigen Einwohner  zuzieht.  Nebenbei ist Mercys Privatleben auch völlig aus der Bahn geraten, seit sie zwischen Samuel und Adam steht. Mit Samuel verbindet  sie ihre Vergangenheit und ist für sie unmöglich, ihn wirklich loszulassen. Doch der Alpha Adam übt eine unleugbare Faszination auf  Mercy aus und sie muss ständig fürchten entweder schwach zu werden oder einen Krieg zwischen Samuel und Adam  heraufzubeschwören. Sie weiß, dass sie diese Entscheidung nicht lange aufschieben kann. Auf einem Musikfestival lernt Mercy dann  Tim kennen, der sich sowohl in Feenfolklore als auch im Flirten ganz gut auskennt. Dadurch knüpft Mercy eine Verbindung mit einer  Anti-Feenvolk Verbindung, die im Privaten gegen das andere Volk hetzt. Ist hier wohl der Mörder zu finden? Bald gerät Mercy in  große Gefahr und alles, weil sie es nicht lassen kann, sich überall einzumischen...

Ich kann nur sagen: ich war begeistert. Wenn überhaupt möglich ist hier noch eine Steigerung zu Band 1 und 2 zu verzeichnen. Mit  dichten, atmosphärischen Worten wird die Suche nach Hinweisen auf den Mörder beschrieben und es ist faszinierend, wie der Leser  stetig und unaufhaltsam in die Geschichte verwickelt und nach Strich und Faden verwirrt wird. Durch die Ich-Perspektive bleibt alles im Dunkeln, was Mercy auch nicht sehen kann und obwohl ich gerne mal in Samuels oder Zees Kopf schauen würde, erhält das doch nachhaltig die Spannung eben nicht alles zu wissen.  Die ganze Krimi-Handlung ist sehr gut durchdacht, hat einen packenden Showdown und fantastische Überraschungen. Es scheint, als wäre die Welt des Feenvolks voll von Geheimnissen und magischen Dingen, die alle irgendwie auch historisch belegt sind. Bei  Patricia Briggs ist nichts einfach nur von weit hergeholt, sondern alles findet seine Wurzeln in der Bibel, Weltgeschichte oder  Legenden. Besonders gelungen und prickelnd fand ich die Dreieckskonstellation Mercy-Samuel-Adam. Mit erfrischenden  Andeutungen und tollen Werwolfszenen versteht es die Autorin, die Welt der Werwölfe von der der Menschen klar abzugrenzen und  wunderbar interessant zu machen.  Hier stimmt einfach alles: Spannung bis zur letzten Seite, tolle Kampfszenen, eine verzwickte Mordserie und viel Fantasie. Mercy Thompson at her best - leider müssen wir bis zum nächsten Band lange warten, und es ist nicht Im Schatten des Wolfes, wie  fehlerhaft vom Verlag angekündigt! Dieser gehört zur neuen Serie Alpha & Omega, die nicht direkt mit Mercy zu tun hat!

Fazit 
Beste Unterhaltung mit einer unschlagbaren Heldin und dem perfekten Paranormalen Flair! Lesen!  

















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