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Christine Feehan


Hörbuch



4 CDs
Verlag: Lübbe
ISBN-13: 9783785738528
ISBN-10: 3785738528
Best.Nr.: 26374884
Laufzeit: 287 Min.
Gelesen v. Geissler, Dana
Nov 2009
EUR 14,99

auch als Hörbuch im Weltbild Verlag erschienen



Schatten der Versuchung
von Christine Feehan

auf Deusch erschienen im November 2009 im Bastei-Lübbe Verlag
464 Seiten, Taschenbuchformat

Preis: EUR 6,99 - Neues Cover!

übersetzt von Britta Evert
ISBN-10: 3404187458
ISBN-13: 978-3404187454


 GEBUNDENE AUSGABE
 erschienen im Weltbild Verlag
 492 Seiten, Maße: 14,4 x 21,7 cm, Geb. mit Su.
 ISBN-10: 3828989314
 ISBN-13: 9783828989313
 Preis EUR 9,95
Leseprobe

Natalya Shonski zog ihre schwarze Lederhose über Beine und Hüften, wo sie sich eng an ihren Körper schmiegte. Leder schützte vor Verletzungen im Kampf, und Natalya war sicher, dass sie heute Nacht noch Ärger bekommen würde. Während sie in ein weiches Lederhemd schlüpfte, schaute sie sich in dem sauberen Zimmer um, das sie in dem kleinen Gasthof gemietet hatte. Der Raum war nicht groß, aber mit farbenfrohen Wandbehängen ausge- stattet, und auf dem Bett lag ein fröhlich gemusterter Überwurf. Natalyas Waffen waren sorgfältig auf der schönen gewebten Decke ausgebreitet.
Sie machte sich daran, die verschiedenen Waffen in die speziell angefertigten Taschen und Schlingen ihrer Hose zu stecken. Wurfsterne mit rasiermesserscharfen Kanten sowie mehrere Messer. Dazu ein Gürtel, der Platz für weitere Waffen und Zusätzliche Munition für die zwei Pistolen bot, die Natalya in die beiden Halfter unter ihren Achselhöhlen schob. Sie zog eine ihrer neuen weiten Folkloreblusen und darüber eine bunt bestickte Schaffellweste an, wie sie die einheimischen Frauen zum Schutz gegen die Kälte trugen und die Natalyas Arsenal gut verbarg. Der lange Rock verdeckte nicht nur die Lederhosen, sondern half ihr auch, unter den Einheimischen nicht aufzufallen. Sie hatte sich für einen Rock in bunten Farben entschieden, statt einen der schlichten schwarzen zu nehmen, den ältere Frauen häufig trugen. Zum Schluss band sie ein Tuch um ihr goldbraunes Haar, um sich noch weiter unkenntlich zu machen.
Nachdem Natalya zufrieden festgestellt hatte, dass sie sich äußerlich kaum von einer Einheimischen unterschied, steckte sie zwei Arnis-Stöcke in die ausgeleierten Schlaufen ihres Rucksacks und öffnete die Balkontür. Sie hatte bewusst ein Zimmer im ersten Stock gewählt. Ihren zahlreichen Feinden würde es schwerfallen, sich unbemerkt zu nähern, während sie selbst leicht nach unten entkommen oder übers Dach flüchten könnte.
Natalya stützte ihre Hände auf die Balkonbrüstung und betrachtete die Landschaft. Das kleine Dorf schmiegte sich an den Ausläufer eines der hohen Berggipfel des eindrucksvollen Gebirgszugs der Karpaten. Eine Anzahl kleiner Gehöfte war auf den wogenden, grünen Hügeln verstreut, und auf den Wiesen lagen bis hinauf zur Baumgrenze Heuballen. Über den dichten Wäldern ragten steile Gipfel empor, auf denen immer noch Schnee glitzerte. Natalya hatte angesichts der bescheidenen Katen und der ländlichen Lebensweise das Gefühl, eine Reise in die Vergangenheit angetreten zu haben, und doch fühlte sie sich, als wäre sie nach Hause gekommen. Und irgendwie stimmte das sogar. Sie hatte kein Zuhause.

  Schund     mehr        geht so    
                   schlecht
                   als recht
Vampire
Romantic Fantasy
Nachdem Vikirnoff Natalya auf einem Foto gesehen hatte, kann er die junge attraktive Frau nicht mehr vergessen. Er reist in die Karpaten um sie zu finden. Natalya ist unterdessen auf ihrem ganz eigenen Feldzug gegen die Vampire. Seit ihr Bruder Razvan tot ist, ermordet von einem vampirischen Jäger, ist sie ganz allein auf sich gestellt. Just als sie sich dem mächtigen Vampir Maxim stellen will, taucht Vikirnoff auf um sie im Kampf zu unterstützen. Doch Natalya ist misstrauisch ihm gegenüber, schließlich musste ihr Bruder durch die Hand eines Jägers sterben. Als Vikirnoff Natalya sieht ist ihm klar, dass er diese Frau zu seiner Gefährtin machen wird. Endlich kann er wieder Gefühle empfinden und die dunkle Seite in ihm weicht zurück. Ganz langsam und behutsam versucht er Natalyas kämpferisches Herz zu erobern. Und obwohl er sie am liebsten von allem beschützen will, macht er sich mit ihr auf die gefährliche Suche nach ihrer wahren Vergangenheit, die einige dunkle, ungelöste Geheimnisse birgt.

Vikirnoff lernen wir
ja bereits in Verführer der Nacht kennen, als Begleiter von Nicolae. Der erste Eindruck von ihm war der eines extrem altmodischen, besitzergreifenden Mannes, fast noch "schlimmer" als Gregori. Da habe ich mich auf Schatten der Versuchung gefreut, denn diese krasse Rollenverteilung ist es, was mich bei C. Feehan immer am meisten amüsiert und fasziniert. Leider ist Vikirnoff hier ziemlich blass und weichgespült dargestellt. Sobald er auf Natalya trifft, scheinen all seine Grundsätze dahinzuschmelzen und er konzentriert sich nur noch ausschließlich auf seine störrische, zickige Frau. Irgendwie hat sie ihn gar nicht verdient... Natalya hat mich ganz schön genervt mit der Zeit mit ihrer Nörgelei und ihren flapsigen Bemerkungen.
Die ersten 100 Seiten des Buches sind wie von Christine Feehan gewohnt unerklärlich fesselnd. Die Annäherung der Hauptcharaktere ist ein Element, was die Autorin perfekt beherrscht. Sobald sie sich aber haben, wird die Geschichte leider endlos langweilig. In nicht enden wollenden Dialogen wird diskutiert, wie man an Natalyas blockierte Erinnerungen gelangen kann und was das für Auswirkungen hat etc etc. Zusammen gehen sie dann auf die Suche nach ihrem Vater, einem mächtigen Buch und sonstigen Relikten. Dieses "Abenteuer" ist ohne Schwung, ohne Überraschungen und gespickt von künstlich herbeigeführten Emotionsausbrüchen, die nach dem zwanzigsten Mal einfach nur noch nervig sind.
Die Liebesszenen sind recht schön, ganz zahm und doch prickelnd. Leider wiederholt sich alles immer wieder, sowohl die Wortwahl als auch die Handlungen an sich. Natürlich ist das Ende vorprogrammiert und auch eine störrische Natalya wird zu anschmiegsamen, liebesbedürftigen Frau. Im Anhang des Buches gibt es ein paar ganz interessante Extra-Informationen über die Karpatianische Sprache und Übersetzungen der bindenen Worte und der Heilgesänge.
Insgesamt hätte die ganze Geschichte auch auf halb so viele Seiten gepasst und hätte trotzdem nichts an Ausführlichkeit eingebüßt. Nach mittlerweile 12 Bänden könnte sich C. Feehan so langsam mal etwas Neues einfallen lassen.

Fazit
Durchschnittlicher Vampir-Liebesroman nach bekanntem Muster ohne Überraschungen.







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