Eines Abends, als
Dayan ein Konzert in einem kleinen Club gibt, trifft sein Blick auf
Corinne, die zusammen mit ihrer Schwägerin Lisa den Raum
betritt.
Sofort weiß er, dass diese Frau etwas besonderes für
ihn
ist, er merkt, wie die Gefühle und die Farben zu ihm
zurück
kehren und ihn aus der Dunkelheit seiner Einsamkeit befreien. Er muss
Corinne unbedingt kennen lernen und geht nach dem Konzert direkt auf
sie zu. Er erfährt, dass ihr Mann ermordet wurde und sie von
ihm
schwanger ist. Leider hat sie seit ihrer Geburt ein ernstes Herzleiden,
das wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft zum Tod
führen
wird. Corinne erzählt Dayan alles von sich und ist selbst
erstaunt
darüber, wie nah sie sich ihm fühlt. Er scheint sogar
ihre
telepathischen Kräfte nicht erschreckend zu finden.
Als sie an dem Abend nach Hause gehen wollen, lauern ihnen einige
Killer auf, die aber von Dayan zur Strecke gebracht werden. Er
verwandelt sich in einen Leoparden und tötet alle Feinde
seiner
Liebsten. Um sie zu schützen, nimmt Dayan Corinne und Lisa mit
zu
Cullens Haus. Cullen ist ein langjähriger Freund der Band und
verdankt den Karpathianern viel. Er interessiert sich
außerdem
ziemlich für die hübsche Lisa. Langsam kommen sich
Corinne
und Dayan näher und er beschließt schnell, dass er
Corinne
nicht wieder gehen lassen kann. Um sie aber letztendlich zu retten und
von ihrem Herzleiden zu befreien, müsste er sie zu
seinesgleichen
machen. Für Corinne zählt hauptsächlich das
Überleben ihres Kindes. Als Lisa von weiteren Mördern
bedroht
wird und Corinne bei dem Versuch, sie zu retten verletzt wird, sieht
Dayan keine andere Möglichkeit, als die Umwandlung schnell zu
vollziehen...
Dieses
Buch ist
der Hammer. 445 Seiten voll von geballtem Kitsch und
Liebesschwüren. C. Feehan ergeht sich hier dermaßen
hemmungslos und permanent in schwülstigen und ausgedehnten
Dialogen, dass einem nach ein paar Seiten beinahe schwindlig wird.
Trotzdem fesselt diese Lektüre ungemein. Man sollte nicht
unbedingt nach dem Grund fragen, es ist einfach so. Dieses
Phänomen haben schon viele andere C. Feehan Leser beschrieben.
Auch wenn man zum zig Tausendsten mal hört, wie seidig seine
langen schwarzen Haare und wie betörend sein verlangender
Blick
ist, legt man das Buch nicht zur Seite. Vielleicht ist man als
weiblicher Leser einfach nur eingelullt von diesen absolut
unrealistischen und überschwänglichen Bekenntnissen,
die von
mal zu mal bombastischer werden. Dayan gibt sich völlig
für
Corinne auf, er zerfließt vor Leidenschaft für sie
und denkt
fortan an nichts anderes außer an ihre gemeinsame Zukunft mit
dem
Kind. Diese Dialoge wiederholen sich ungelogen alle 2-3 Seiten und es
wird ständig beteuert wie außergewöhnlich
und
unsterblich diese Verbindung ist. Für Hardcore-Romantiker und
C.
Feehan Fans ist das alles perfekt, man bekommt ein ganzes Buch voller
Liebe, Hingabe, Verlangen, Ewigkeit und was noch alles dazu
gehört.
Der Rest ist leider völlig unrealistisch (wen interessiert das
hier?). Die Nebenhandlung um Lisa und Cullen ist lächerlich,
Lisa
selbst ist eine unmögliche, hysterische Person. Die ganze
Story um
die Ermordung des Exmannes und die seltsame Vampirjäger
Organisation ist dermaßen hanebüchen, dass man sie
gar nicht
verstehen will. Das alles ist aber gut erträglich, denn
über
90 % der Zeit hört man nur Corinne und Dayan zu, wie sie sich
quasi verschlingen. Und er strich mit seinem Daumen über ihre
Mundwinkel, so dass ihr ein Schauer der Erregung über den
Rücken lief...so läuft das dann ca. 300 Seiten bis es
endlich
zu einem Showdown kommt. Unter tragischsten Bedingungen wird die
verletzte Corinne in eine Edelsteinhöhle gebracht um ihr Kind
zu
gebären und die Umwandlung zu vollziehen. Für dieses
Ereignis
hat Dayan sozusagen alle anderen Karpathianer aus der ganzen Welt
gerufen um ihm zu helfen. Ein Wiedersehen mit Gregori, Savannah,
Julian, Desari, Shea und Darius und Tempest ist lustig und bietet etwas
Abwechslung. Aber die Gemeinschaftsgeburtshilfe und der Brutkasten und
dann die Umwandlung -----aaaaaaah! Dass Dayan und Corinne dann endlich,
endlich Sex haben können, geht irgendwie in der allgemeinen
Unglaubwürdigkeit unter und ich habe die letzten Seiten des
Buches
nur überflogen. Als dann Lisa und Cullen noch heiraten wollen,
hab
ich es endgültig zugeklappt.
Fazit
Nur für sehr liebesbedürftige oder
Ultra-Romantikerinnen
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