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Christine Feehan



Dunkles Begehren
von Christine Feehan

auf Deutsch erschienen März 07 im Bastei-Lübbe Verlag
396 Seiten, Taschenbuchformat

Preis: EUR 6,95

ISBN: 340418713X
EAN: 9783404187133
Übersetzt von Katja Thomsen


 NEUAUFLAGE
 Taschenbuch: 396 Seiten
 Verlag: Lübbe; Auflage: 1., Aufl. (10. Februar 2009)
 Sprache: Deutsch
 ISBN-10: 3404773055
 ISBN-13: 978-3404773053
 Preis EUR 5,99
Leseprobe

Verwirrt erwachte er tief in der Erde. Die erste Empfindung, die er spürte, war Hunger. Kein gewöhnlicher Hunger, sondern eine quälende, überwältigende Gier. Jede Zelle seines Körpers schrie nach Nahrung. Er lag still da, während der Hunger an ihm nagte. Nicht allein sein Körper wurde angegriffen, auch sein Geist war betroffen, sodass er um die Sicherheit aller anderen Lebewesen fürchten musste, Sterbliche und Karpatianer gleichermaßen. Auch seine Seele war in Gefahr. Diesmal breitete sich die Finsternis schnell aus und drohte, seine Seele zu erfassen.
Wer hatte es gewagt, seine Ruhe zu stören? Und wichtiger noch, war auch Lucian erwacht? Gabriel hatte Lucian vor hunderten von Jahren tief ins Erdreich verbannt. Wenn nun Lucian mit ihm erwacht war, geweckt von derselben Störung über der Erde, bestand die Möglichkeit, dass Lucian sich erhob, ehe Gabriel kräftig genug war, um ihn aufzuhalten.
Es fiel ihm schwer, einen klaren Gedanken zu fassen, während der schreckliche Hunger ihn quälte. Wie lange hatte er in der Erde geruht? Er spürte, dass über ihm die Sonne unterging. Selbst nach vielen Jahrhunderten ließen seine Instinkte ihn noch immer zuverlässig spüren, wann der Abend dämmerte und seine Zeit begann. Er war eine Kreatur der Nacht. Die Erde bebte. Gabriels Herz klopfte schneller. Er hatte zu lange gewartet, zu viel Zeit darauf verschwendet, sich zu orientieren und seine verwirrten Gedanken zu ordnen. Lucian erhob sich. Lucians Bedürfnis nach Nahrung würde so drängend sein wie das seine, sein Hunger quälend und unstillbar. Niemand würde Lucian aufhalten, währender, Gabriel, noch so geschwächt war.
Da ihm keine andere Wahl blieb, brach Gabriel durch die Erdschichten, in denen er so lange Zeit geruht hatte, freiwillig begraben, um Lucian an sich zu binden. Der Zweikampf auf dem Pariser Friedhof war eine lange, schreckliche Schlacht gewesen. Lucian und Gabriel hatten beide schwere Verletzungen davongetragen, die sie eigentlich hätten töten sollen. Lucian hatte sich außerhalb des Friedhofs in die Erde zurückgezogen, während Gabriel in der geweihten Erde Zuflucht gesucht hatte. Die vielen Jahrhunderte der trostlosen Finsternis, der endlosen Leere seiner Existenz hatten Gabriel ermüdet.
Doch es war ihm nichtvergönnt, der Morgendämmerung entgegenzutreten, wie es so viele Männer seines Volkes taten. Denn es gab Lucian. Seinen Zwillingsbruder. Lucian war stark und klug, ein geborener Anführer. Es gab niemanden, der geschickt und mächtig genug gewesen wäre, Lucian zu jagen und zu vernichten. Es gab nur ihn selbst, Gabriel. Er hatte einige Lebensspannen damit verbracht, Lucian zu folgen und mit ihm Vampire zu jagen.

  Schund     mehr        geht so
                   schlecht
                   als recht
Vampire
Romantic Fantasy
Da sie beide an der Schwelle zur Verwandlung in einen Vampir waren, hat Gabriel sich und seinen Zwillingsbruder Lucien in die Erde verbannt wo sie Jahrhunderte schliefen. Doch jetzt sind beide erwacht und Gabriel hat sich die Aufgabe auferlegt, Lucien auszuschalten, falls er tatsächlich zum Vampir geworden sei. Entkräftet und durstig trifft er auf Francesca, die ihn aus Mitleid mit zu sich nimmt. Sie erkennt nicht, wer oder was er ist, bis er sich zu erkennen gibt. Doch Francesca will nichts von Gabriel wissen, sie hatte bereits in ihrer Jugend gewusst, dass er ihr Gefährte ist, doch er hatte sie nicht beachtet. Enttäuscht war sie nach Amerika geflohen um das Leben eines Menschen zu leben. Da sie besondere Heilkräfte hat, arbeitet sie in einem Krankenhaus mit und hat bereits vielen Patienten das Leben gerettet. Gabriel versucht alles, um Francescas Zuneigung zu gewinnen und muss dabei mit dem Oberarzt konkurrieren, der sich auch in Francesca verliebt hat. Eines Tages dann wird ein völlig verängstigtes Mädchen eingeliefert mit Namen Skyler. Francesca fühlt sich sofort verantwortlich für sie und versucht alles, um sie von ihrem Trauma zu befreien. All das wird zusätzlich noch von der Sorge um Lucien bedroht, denn Gabriel nimmt an, dass er mittlerweile zum Vampir geworden ist.

Hier haben wir wieder eines der schwächeren Exemplare von C. Feehan, was meiner Meinung nach wieder mal daran liegt, dass die Nebenhandlung zu weit ausgedehnt wird. Die Annäherung von Gabriel und Francesca ist interessant und prickelnd, er ist sehr dominant - wie gewohnt - und sie sehr unabhängig. Die Liebesszenen sind auch in beständig angenehmer Manier dargestellt. Aber leider lässt der Rest ziemlich zu wünschen übrig. Die gesamte Geschichte um das arme Mädchen Skyler, die Krankenhausstories, der eifersüchtige Oberarzt etc. nervt sehr. Seitenweise werden Dia- und Monologe über Skyler geführt und was man noch tun könnte und das arme, arme Ding... Hier werden eigentlich sehr ernste Dinge wie Vergewaltigung und Gewalt gegen Minderjährige als Randgeschichte behandelt und verlieren so alle Tiefe. Ähnlich wie bei Alexandria und Aidan wird Skyler wie Joshua als Mittel zum Zweck eingesetzt. Kinder sollen herzerweichend sein, sollen beschützt werden und vor allem Seiten füllen. Da das so offensichtlich geschieht, neigt man als genervter Leser dazu, sämtliche bla-bla-Passagen zu überspringen.

Fazit
Solide Liebesgeschichte, aber das langatmige Drumherum mindert den Lesespaß.















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