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Weitere Titel der Serie
Originaltitel
![]() Homepage der Autorin Lilith Saintcrow Im Vergleich... leichter, softer, langsamer
Asche
Verführung der Nacht Die Nacht der Magie Bittersüße Tode Schattenwölfe In drei Tagen bist du wieder tot Die Verwandlung Dämonenkuss Höllenschlund dunkler, härter, schneller |
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Dante Valentine: Höllenschlund von Lilith Saintcrow erscheint auf Deutsch im Juli 2010 im Egmont Lyx Verlag 415 Seiten, Taschenbuchformat Preis: EUR 9,95 übersetzt von Katrin Mrugalla und Richard Betzenbichler |
Leseprobe
Dunkelheit
wogte samtweich über mich hinweg, durchbrochen nur von der Flamme des Mals, das
an meiner Schulter brannte und brannte. Ich habe keine Ahnung, wie es mir
gelang, mich freizukämpfen, ich weiß nur, dass es mir gelang, bevor mir das Letzte
und Schlimmste angetan werden konnte. Aber nicht früh genug. Ich hörte mich
schreien – mein letzter Schrei, bevor ich mich an den einzigen Ort flüchtete,
der mir noch geblieben war: Ich wurde ohnmächtig. Während ich fiel. Kalt. Wo
immer ich auch sein mochte, es war kalt und der Boden unter mir hart. Ich hörte
ein tiefes, brummendes Ge- räusch, und wieder verlor ich das Bewusstsein. Das
Brummen verfolgte mich, schüttelte mich durch, wurde zu einem Schwarm wütender Bienen
in meinem Kopf, zu einem Rütteln, das mir die Zähne lockerte und meine Knochen
mit heißem Blei zersplitterte. Ich stöhnte. Dann ließ das Brummen allmählich
nach, wie die Flut, die sich von der Felsenküste zurückzieht. Wieder stöhnte
ich und drehte mich auf die Seite. Meine Wange berührte etwas Kaltes, Hartes, und
heiße Tränen rannen mir aus den Augen. Meine Schutzschilde zitterten, zerfetzt
und nutzlos. Ein Strom aus Empfindungen und Gedanken aus der Außenwelt raste
durch mein Gehirn, und Krämpfe schüttelten mich. Mein Instinkt sorgte dafür,
dass sich meine Schutzschilde eng um mich zusammenzogen. Wo war ich? Mir fielen
keine Gebete mehr ein. Und selbst wenn ich mich noch an ein Gebet erinnert
hätte, wäre es nicht erhört worden. Die letzte Lektion eines Lebens, in dem ich
meine Psinergie bis zum Äußersten verausgabt und zu viel Gewalt mitgemacht
hatte. Wenn es hart auf hart kommt, Herzchen, bist du auf dich allein
gestellt. Langsam, ganz langsam fand ich mein Gleichgewicht wieder. Eine
Flut menschlicher Gedanken drückte stinkend und modernd auf meine zerbrochenen
Schutzschilde und ergoss sich in meinen Kopf. Nur mit äußerster Anstrengung
konnte ich sie beiseite schieben. Ich versuchte zu denken. Dann versuchte ich, die
Augen zu öffnen. Dunkle Gestalten wirbelten um mich herum und verschmolzen
miteinander. Ich hörte das tiefe Summen von Gleiterverkehr und Menschenmengen
und fühlte mich an das Tosen des Meeres erinnert. Ein Rinnsaal aus Psinergie
lief mir über die Haut. Oh Götter. Erinnert mich daran, dass ich das nicht
noch einmal tue. Was auch immer es war. Der Gedanke klang nach mir, dem
starken, vernünftigen, praktischen Ich, über- lagerte aber bloß die abgrundtiefe
Panik. Was ist mit mir passiert? Habe ich einen Kater? Darüber musste
ich lachen. Es war ein müdes, heiseres Geräusch, das sich anhörte, als hätte
ich zerbrochenes Glas verschluckt, aber es freute mich trotzdem. Mir ging es
gut. Obwohl das eigentlich nicht stimmte. Gut würde es mir nie wieder gehen.
Mein Hirn schien zusammen- zuzucken und sich zurückzuziehen von … etwas
Schrecklichem. Etwas, worüber ich nicht nachdenken durfte, wenn ich nicht
völlig im Wahnsinn versinken wollte. Also schob ich auch das beiseite, schubste
es in eine dunkle Ecke und schloss die Tür. |
Schund mehr geht so lesenswert TOP Titel schlecht als recht |
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| Urban Fantasy | |||
| Völlig am Ende und
mit lückenhaftem Gedächtnis spuckt die Hölle Dante
Valentine wieder aus. In ihrem Kampf gegen Luzifer hat sie eine
Niederlage erlitten, er hat es geschafft, sie gefangen zu nehmen und
setzte alles daran, ihren Willen zu brechen. Doch so leicht gibt Dante
nicht auf. Zerschunden und beinahe hilflos wird sie von ihren
Mitstreitern aufgefunden und zurück zu Japhrimel gebracht.
Japhrimel, der seine ganz eigenen Pläne hat, deren genaue Inhalte
Dante immer noch verborgen sind. Kann sie ihm wirklich vertrauen?
Zusammen wollen sie die beiden versteckten Teile der Waffe finden, der
einzigen Waffe, die Luzifer den Herrn der Hölle töten kann.
In diesem höchst halsbrecherischen Unterfangen erfährt Dante
nach und nach, dass die Loyalitäten ihrer Kumpanen nicht unbedingt
so liegen wie sie dachten und vor allem weiß sie immer noch
nicht, wo in diesem ganzen Strudel von Intrigen ihre vermeintliche
Tochter Eve steht. Ein Rennen gegen Luzifer beginnt. Diesen letzten Teil der Reihe um Dante Valentine habe ich - wie die anderen - in atemberaubendem Tempo gelesen. Mitgerissen von der Spannung, die auf der ersten Seite beginnt und mit dem letzten Wort endet, findet man sich in einem höllischen Showdown wieder, in dem Dante alles gibt, was sie hat und schier noch mehr. Wie gewohnt nervös, launisch, aufbrausend, misstrauisch, todesmutig und stur kämpft sich Dante ihren Weg durch unendliche Verschwörungen, tödliche Angriffe und den ewigen Zweifel an der Richtigkeit ihrer Entscheidungen. Ständig gibt es neue Überraschungen, die ihre Meinung auf die Probe stellen: ist Japhrimel auf ihrer oder auf der Seite des Teufels? Ist Eve wirklich ihre Tochter? Welchem ihrer sogenannten Freunde kann sie vertrauen? Lilith Saintcrow hat eine faszinierende Art zu schreiben, die Situationen mit originellen Metaphern zu füllen und ihren Figuren Andersartigkeit zu verleihen. Japhrimel ist und bleibt der unglaublichste, mächtigste und begehrenswerteste Dämon, von dem ich je gelesen habe. Die Vielschichtigkeit seiner Persönlichkeit, seine brennende Ruhe, seine Zielstrebigkeit, seine Loyalität, all das wird in immer wieder thematisiert und Dante gerät förmlich an ihre Grenzen im Umgang mit ihm. Bis zum Schluss wankt sie zwischen Liebe und Misstrauen, aber es scheint kein Weg an ihrem Gefallenen vorbei zu führen. Ein interessanter, fesselnder Ansatz zum Thema "Gefährte für immer", ganz weit weg von Romantik, Einfachheit und Happy End in greifbarer Nähe. Der Showdown ist vollgepackt mit Action, brutalen Kampfszenen, Nahtoderfahrungen und knisternder Spannung. Das Blatt wendet sich mehrere Male und der Leser wird schier wahnsinnig angesichts der permanent gehaltenen Spannung. So wie die Handlung, so läuft auch Dantes Entwicklung auf einen Höhepunkt zu: inwieweit ist sie überhaupt noch ein Mensch? Was sind ihre wirklichen Ziele? Ist sie nur noch eine unerbittliche Tötungsmaschine? Die Autorin hetzt ihre Figuren noch einmal quer durch die Welt, durch apokalyptische Städte, infernogleiche Höhlen und zerrüttete Gesellschaften. Immer wieder Gestalten, denen nicht zu trauen ist und auf die sie dennoch angewiesen sind. Das Buch enttäuscht den Dante-Fan auf keiner Seite, ein geniales, fantasievolles Meisterwerk im Bereich der Urban Fantasy. Über das Ende zwischen Dante und Japhrimel mag ich jetzt gar nicht so viel sagen; zuerst hatte ich Angst, dass die Autorin in ihrer manchmal brutalen Art irgendein Schocker-Finale produziert, nachdem man frustiert den Tränen nah ist. Dann kam die Hoffnung auf ein Happy End. Ich glaube, die Wirklichkeit liegt irgendwo dazwischen. Es ist und bleibt schwierig zwischen Dante und Japhrimel, aber wo gibt es schon die perfekte Harmonie? Die Fasziniation liegt wohl in genau diesen Unstimmigkeiten, in den Fehlern, den Geheimnissen. Es gibt so viele Szenarien, die man sich als Leser zwischen Dante und Japhrimel ausmalen kann, das würde noch für zig weitere Bücher reichen. Und da hat die Autorin doch wohl genau das erreicht, was sie wollte: etwas zu schaffen, das einem im Gedächtnis bleibt, lebendige Figuren voller Authentizität. Die Welt von Dante ist hart, gefährlich, eine Endzeit. Und doch finden sich in ihr mehr nahe gehende Untertöne als in manch konstruiertem, süß-klebrigen Liebesroman mit scheinbar perfektem Einklang. Fazit Furioses Ende einer faszinierenden Urban Fantasy Serie. Es gibt nichts Besseres. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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