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Lara Adrian


Hörbuch


5 Audio CDs: 
Verlag: Argon Verlag GmbH; Auflage: 1 (9. September 2009) Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866108338
ISBN-13: 978-3866108332
gelesen von Simon Jäger
Preis EUR 16,90


Im Vergleich...


leichter, softer, langsamer


dunkler, härter, schneller

Gefangene des Blutes
von Lara Adrian

auf Deutsch erschienen Sept 2007 im Egmont Lyx Verlag
416 Seiten, Taschenbuchformat

Preis EUR 9,95

ISBN: 3802581318
EAN: 9783802581311
Übersetzt von Esme Beatenberg, Rene Satzer

 Auch erschienen im Club Bertelsmann
 zusammen mit Geliebte der Nacht
 für EUR 14,90

Leseprobe

Dante strich mit dem Daumen über süßes, duftendes Fleisch und verweilte ein wenig bei der Halsschlagader, dort, wo der menschliche Puls am stärksten schlägt. Auch sein eigener Herzschlag beschleunigte sich, glich sich dem Rhythmus ihres Blutes an, das unter der Oberfläche ihrer zarten, weißen Haut dahinströmte. Dante beugte seinen dunklen Kopf hinunter und küsste die empfindliche Stelle, umspielte mit der Zunge das schnelle Flattern ihres Herzschlags. „Sag mal, du“, murmelte er in die warme Haut, seine Stimme ein tiefes Grollen gegen den dröhnenden Technobeat des Clubs, „bist du eine gute oder eine böse Hexe?“ Die junge Frau räkelte sich auf seinem Schoß, ihre netzbestrumpften Beine pressten sich an seine Oberschenkel, das schwarze Spitzenbustier drückte ihm ihre Brüste unters Kinn. Lasziv spielte sie mit einer Strähne ihrer fuchsienroten Perücke und ließ dann den Finger langsam abwärts wandern, vorbei an dem Tattoo eines keltischen Kreuzes, das auf ihrer Schulter prangte, bis mitten in ihren wogenden Ausschnitt hinein. „Oh, ich bin eine sehr, sehr böse Hexe.“ Dante stieß einen Knurrlaut aus. „Die mag ich am liebsten.“ Er lächelte in ihren betrunkenen Blick und machte sich dabei nicht die Mühe, seine Fangzähne zu verbergen. In diesem Bostoner Tanzclub war er in der Halloween-Nacht nur ein Vampir von vielen, obwohl die meisten anderen nur so taten als ob, Menschen, die sich mit Plastikgebissen, künstlichem Blut und allerlei lächerlichen Kostümen ausstaffiert hatten. Er und einige andere dagegen – eine Handvoll Männer aus den Vampirreservaten, den so genannten Dunklen Häfen – waren echt. Dante und die anderen waren Abkömmlinge des Stammes, die nicht viel gemein hatten mit den bleichen Vampiren aus den Gruselromanen, so wie die Menschen sie sich vorstellten. Dantes Rasse, weder untot noch vom Teufel gezeugt, war eine warmblütige Hybride von Homo sapiens und einer todbringenden außerirdischen Spezies. Die Vorväter des Stammes, eine Schar außerirdischer Eroberer, die vor Jahrtausenden auf der Erde Schiffbruch erlitten hatten und schon seit undenklichen Zeiten ausgestorben waren, hatten sich mit Menschenfrauen gepaart und ihren Abkömmlingen den Durst – den Urtrieb nach dem lebensspendenden menschlichen Blut – vererbt. Diesen außerirdischen Genen hatte der Stamm große Stärken, aber auch vernichtende Schwächen zu verdanken. Nur ihre menschliche Seite, die Eigenschaften, die über die mütterliche Linie vererbt wurden, sorgte dafür, dass die Rasse zivilisiert bleiben und sich an Ordnung und Regeln halten konnte – wie beispielsweise den Ehrenkodex seiner Bruderschaft, des Ordens der Stammeskrieger. Trotzdem konnten Stammesvampire ihrer dunklen, wilden Seite verfallen und zum Rogue mutieren, einer Existenzform, die in einer Sackgasse von Blut und Wahnsinn endete. 

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                   als recht
Vampire
Urban Fantasy - Erotic Fantasy
Eines Abends auf der Jagd gerät der mächtige Dante in einen gemeinen Hinterhalt der Rogues und kann sich nur schwer verletzt aus der Situation retten und flieht. Auf seiner Flucht gerät er zufällig an die abgelegene Tierarztpraxis von Tess und schleppt sich mit letzter Kraft hinein. Tess erschrickt zu Tode, als der blutüberströmte und halbtote Dante auftaucht, doch seinem Blutdurst kann sie nicht entrinnen. Ohne Nachzudenken beißt Dante die junge Frau und nährt sich an ihrem Blut um sich selbst zu retten. Doch dass Tess eine Stammesgefährtin ist, damit hätte er niemals gerechnet. Nun, da er ihr Blut getrunken hat, ist ein Teil der ewigen Verbindung zwischen ihnen besiegelt und Dante kann Tess für immer spüren.
Nur dass er das überhaupt nicht will. Dante wehrt sich zunächst mit Händen und Füßen gegen diesen Bund und will sein Leben als einsamer Krieger nicht aufgeben. Doch eine weitere Bedrohung, um die sich die Vampirkrieger kümmern müssen, führt Dante wieder zurück zu Tess: in der Stadt wird eine üble Droge verbreitet, Crimson genannt, die bei Vampiren den Blutrausch auslöst und sie in Rogues verwandelt. Die Spur führt Dante zu Ben, der ausgerechnet Tess Mitarbeiter in der Tierklinik ist. Als Dante herausfindet, dass Ben auch noch mit Tess zusammen war und immer noch an ihr interessiert ist, erwacht sein Besitzerinstinkt mit aller Macht.

Gefangene des Blutes ist ein würdiger Nachfolger von Geliebte der Nacht. Dante hatte man ja schon ansatzweise im ersten Band kennengelernt. Wie auch Lucan ist er groß, attraktiv, mächtig und .. triebgesteuert. Nach bekanntem Muster entwickelt sich hier eine Liebesgeschichte, die man immer wieder gerne liest. Zuerst hassen sie sich - dann lieben sie sich. Fantastisch. Die beiden Hauptcharaktere werden eingängig beschrieben und es gibt viele sehr lesenswerte Dialoge zwischen den beiden. Die Liebesszenen sind wie schon von Lara Adrian gewohnt sehr erotisch und mitreißend. Besonders der Blutaustausch ist etwas ganz besonderes und man wird ganz kribbelig..
Die Nebenhandlung um die Droge und den Ex-Freund Ben ist etwas lästig, aber recht spannend. Ben ist ein grässlicher Kerl und Dante wird im Gegensatz zu ihm geradezu glorifiziert. Diese klare Trennung zwischen Gut und Böse kommt manchmal etwas drastisch und konstruiert rüber, aber das macht die Story einfach und locker lesbar. Man weiß ohnehin, wie es ausgeht. Nichtsdestotrotz wird eine gewisse Spannung aufgebaut und auch gehalten. Auch das Wiedersehen mit Lucan und den anderen freut den Fan der Serie und nach kurzer Zeit merkt man, dass man das Buch schon ausgelesen hat. Bis zum nächsten Mal, Lara Adrian.

Fazit
Klassische Vampirerotik nach bekanntem Muster.






















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