Um der immer
größer werdenden Bedrohung durch die Vampire unter der Führung des skrupellosen Caligula und der gnadenlosen Anubisa etwas entgegenzusetzen, verbünden sich zusehends immer mehr Gruppierungen mit den Atlantern und untereinander. Conlans Bruder Ven hat die Aufgabe, ein Bündnis mit den Hexen des Lichtkreises in Seattle zu besiegeln und reist dazu in die von Vampirangriffen bedrohte Stadt. Als er die hübsche Hexe Erin Connors zum ersten Mal sieht, regt sich etwas im verhärteten Herz des 500 Jahre alten Kriegers und auch Erin fühlt eine Verbindung zu dem gutaussehenden Atlanter. In seiner Gegenwart beginnen ihre Edelsteine an ihrem Schmuck zu "singen", denn Erin ist seit Geburt in Edelsteinmagie begabt. Zusammen beschließen sie, Caligula und seinen dunklen Machenschaften ein Ende zu bereiten und Ven nimmt Erin erstmals mit nach Atlantis. Die Anziehungskraft zwischen ihnen beiden wird bald übermächtig. In Atlantis erfährt Erin, dass sie noch über weitaus größere Kräfte verfügt, als gedacht. Ihre Halbelfische Herkunft und ihre Edelsteinmagie weisen sie als "Melodine" aus, eine fast ausgestorbene Zauberinnenrasse, die mit ihrem Gesang Mächtiges wirken können. Erin lernt auch Conlan und seine schwangere Frau Riley kennen und merkt, dass sie Rileys einzige Rettung ist. Die Schwangerschaft verläuft katastrophal und Rileys Leben ist in Gefahr. Zusammen mit Ven und den atlantischen Kriegern macht sich Erin auf, einen besonderen Edelstein zu finden, dessen Gesang Riley und das Kind retten kann. Doch dazu muss sie in die Höhle des Löwen, dort wo sich Caligula und seine Vampirarmee aufhalten
Zuallerst fällt auf,
dass "Die Heimkehr des Prinzen" vom Aufbau her eine ziemlich genaue Kopie des ersten Teils "Die Rückkehr der Krieger" ist. Es läuft wieder folgendes Schema ab: Er trifft sie, sie mögen sich aber bis zum ersten Sex gibt es Rumgezicke, dann wendet man sich der Rettung der Welt zu und nach ein paar Seiten Langeweile kommt dann der actionreiche Showdown. Nur dass dieses Mal der Bösewicht Caligula heißt und nicht Anubisa (die übrigens noch lange nicht tot ist). All das kommt in einem halbwegs ordentlichen Stil her, der leider teilweise ins Alberne abdriftet. Schlimm sind die vielen Grammatik- und Wortfehler in der Übersetzung, wo anscheinend verzweifelt und dilentantisch um den korrekten Wortlaut gekämpft wurde. "Wer sein Mütchen kühlt, kriegt eins aufn Deckel" - was ist das denn?! Vor allem gegen Ende häufen sich diese hanebüchen Passagen und verderben ganz schön die Atmosphäre. Inmitten einer höchst dramatischen, blutigen Szene haben die Charaktere während des Todeskampfs nichts besseres zu tun als infantile Bemerkungen über Kleidung und TV-Vorlieben ihrer Gegner zu machen. Das geht gar nicht. Ansonsten haben wir hier mit Ven einen recht ansehnlichen, altmodisch machohaften männlichen Protagonisten, der auf eine ausreichend starrköpfige Frau trifft. Die Liebesszenen sind ganz nett, etwas zerredet aber ok. Das wirklich einzige, was dieses Buch bzw. die Serie überhaupt noch rettet, sind die Nebencharaktere, die wohl zum großen Teil auf ihre eigene Story warten. Es gibt schon so etwas wie einen roten Faden, der von der Autorin bemüht weitergesponnen wird. Und da man immer mal einen kurzen Blick auf Alaric, Justice, Alexios und viele weitere Randpersonen werfen kann, wird man als Serienfan sozusagen bei Laune gehalten. Leider ist das Buch für meinen Geschmack ziemlich spannungsfrei und vorhersehbar, bis auf einige kleine Überraschungen ganz am Ende. Bis dahin aber zieht es sich über mindestens 150 Seiten zäh dahin und langweilt mit unzähligen sinnfreien Dialogen. Der Weltbild Verlag hat wohl genug Exemplare des ersten Bandes verkauft um in aller Ruhe den zweiten Teil einen Euro teurer anzusetzen. Dafür hätte man aber die Qualität des Coverbildes und des Drucks durchaus verbessern können.