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Weitere Titel der Serie
Originaltitel
![]() Homepage der Autorin Lynsay Sands Im Vergleich... leichter, softer, langsamer
Verliebt in einen Vampir Fantasien der Nacht Mein dunkler Prinz Die Söhne der Insel Magie der Sehnsucht Unsterbliches Verlangen Aus dem Feuer geboren Die Rückkehr der Krieger Der Nacht ergeben dunkler, härter, schneller |
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Verliebt in einen Vampir von Lynsay Sands auf Deutsch erschienen im Sept 08 im Egmont Lyx Verlag 400 Seiten, Taschenbuchformat Preis EUR 9,95 ISBN: 3802581717 EAN: 9783802581717 Übersetzt von Regina Winter |
Leseprobe
„Hör mal, Rach! Ich hol mir jetzt einen Kaffee. Willst du auch irgendwas?“ Rachel Garrett richtete sich auf und fuhr sich mit dem Rücken ihrer behandschuhten Hand über die Stirn. Seit sie vor zwei Stunden zur Arbeit gekommen war, hatte sie zwischen Schüttelfrost und erhöhter Temperatur geschwankt. Im Augenblick befand sie sich wieder in der fiebrigen Phase. Schweißtröpfchen sammelten sich auf ihrem Rücken und ihrer Kopfhaut. Offenbar brütete sie gerade etwas Übles aus. Sie warf einen Blick auf die Wanduhr. Fast eins. Erst zwei Stunden vorbei – sechs lagen noch vor ihr. Sie hätte beinahe laut gestöhnt. Sechs lange Stunden. So, wie diese Grippe sich ankündigte, bezweifelte sie, dass sie auch nur die Hälfte durchhalten würde. „He! Alles in Ordnung, Rach? Du siehst echt beschissen aus!“ Rachel verzog schmerzlich das Gesicht, als ihr Assistent auf sie zutrat und ihr die Stirn fühlte. Beschissen? Männer konnten so taktvoll sein. „Kalt. Feucht.“ Er runzelte die Stirn und fragte: „Fieber und Schüttelfrost?“ „Es geht mir gut.“ Verlegen und gereizt schob Rachel seine Hand weg, dann holte sie ein paar Münzen aus der Tasche. „Also gut, Tony. Vielleicht kannst du mir einen Saft oder etwas Ähnliches mitbringen.“ „Na klar. Ich kann ja sehen, dass es dir gut geht.“ Etwas in seinem Ton irritierte Rachel. Dann wurde ihr plötzlich klar, dass sie den Kittel beiseite geschoben und die Hand in die Hosentasche gesteckt hatte, ohne den blutigen Gummihandschuh auszuziehen. Na wunderbar. „Vielleicht solltest du –“ „Es geht mir wirklich gut“, sagte sie erneut. „Es wird mir gleich wieder besser gehen. Verschwinde jetzt.“ Tony zögerte, dann zuckte er die Achseln. „Na gut. Aber du könntest vielleicht in Erwägung ziehen, dich hinzusetzen, bis ich wiederkomme.“ Rachel tat, als ob sie den Vorschlag nicht gehört hätte, und wandte sich wieder der Leiche zu, als Tony sich auf den Weg machte. Tony war ein netter Kerl. Na ja, vielleicht ein bisschen seltsam. Zum Beispiel bestand er darauf, wie ein Goodfella aus der Bronx zu reden, obwohl er in Toronto geboren und aufgewachsen war und die Stadt nie verlassen hatte. Er war auch nicht italienischer Herkunft. Ebenso wenig, wie er wirklich Tony hieß. Sein Geburtsname lautete Teodozjusz Schweinberger. Rachel konnte gut verstehen, dass er seinen Namen geändert hatte, aber sie verstand nicht, wieso zu dem neuen Namen offenbar auch ein neuer Umgangston gehörte. „Achtung!“ Rachel schaute kurz hoch zur offenen Tür des Sektionsraums. Sie legte das Skalpell hin, zog den Gummihandschuh von der rechten Hand und ging den Männern mit der Bahre entgegen. Dale und Fred. Nette Jungs. Sanitäter, die sie selten zu sehen bekam. Normalerweise brachten sie ihre Kunden lebendig ins Krankenhaus. Selbstverständlich starben einige nach der Ankunft, aber dann waren diese beiden für gewöhnlich schon wieder weg. Dieser Patient musste im Krankenwagen gestorben sein. „Hallo, Rachel. Sie sehen, äh, gut aus. |
Schund mehr geht so schlecht als recht |
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| Romantic Comedy | |||
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Seit Jahren arbeitet Rachel in der Nachtschicht der Klinik und
untersucht ankommende Leichen. Eigentlich hasst sie ihre Arbeitszeiten, denn so ist sie vom restlichen
gesellschaftlichen Leben praktisch abgeschnitten. Eines Nachts bringen die
Wärter eine sehr attraktive männliche Leiche
zu Rachel. Der Mann wurde angeschossen, doch Rachel muss feststellen, dass sich
die Wunde schnell schließt und die Atmung
wieder einsetzt. Dann geschieht alles sehr schnell, andere Männer platzen in die
Szenerie herein und Rachels Geist wird gezwungen,
alles zu vergessen. Bis zu dem Tag, als Etienne erneut eingeliefert wird, und
dieses Mal schon wieder Opfer des verrückt
gewordenen Pudge ist. Rachel glaubt, die Leiche zu kennen, doch als sie noch überlegt,
platzt Pudge herein und versucht mit
einer Axt Etienne zu köpfen. Rachel wirft sich kurzerhand dazwischen und wird
tödlich getroffen. So kommt es, dass
Etienne sie rettet, indem er sie zur Vampirin verwandelt. Er nimmt sie mit in sein
Haus und versucht, ihr das neue Leben zu erklären. Dabei merkt er, dass er sich sehr zu
Rachel hingezogen fühlt. Doch er ist unsicher, denn er kann ihre Gedanken seltsamerweise nicht lesen. Nach der ersten Verwirrung
und Ablehnung findet sich Rachel bald mit ihrem Schicksal ab, doch was wird aus ihr und Etienne? Können Sie der
Bedrohung durch den wahnsinnigen Pudge entgehen? Verliebt in einen Vampir ist denkbar leichte Kost. Der Schreibstil ist locker, einfach und flüssig. Die Personen sind klar umrissen, leicht einzuschätzen und recht stereotyp. Die Dialoge plätschern oftmals so vor sich hin, manchmal etwas sinnlos. Doch im Große und Ganzen recht charmant. Schwerpunkt liegt natürlich auf der Beziehung Rachel - Etienne und der Leser hat eine ganz klassische, leichte Liebesgeschichte vor sich. Als Nebenhandlung kommt die Suche nach dem Mörder Pudge und dessen Unschädlichmachen zum Tragen. Ähnlich wie bei C. Feehan ist die Nebenstory aber blass und vorhersehbar. Der "Böse" ist eine lächerliche und überzogen dargestellte Figur, mit der man eher Mitleid hat als sie zu fürchten. Großartig spannend ist die Geschichte nicht, man weiß von Beginn an, wie es enden wird. Der Lesespaß kommt eher von den netten Charakteren und ihren skurrilen Dialogen. Das Buch wird ja in die Kategorie Komödie geschoben, aber ich muss sagen, ich habe kein einziges Mal gelacht. Vielleicht drei Mal geschmunzelt. Viel öfter habe ich leicht irritiert das Gesicht verzogen und den Kopf geschüttelt. Die Vampire in diesem Buch sind denkbar "unvampirisch". Das einzige, was sie von den Menschen unterscheidet ist, dass sie Blut trinken müssen und nicht so lange an die Sonne können. Das erste Problem lösen sie mittels Blutkonserven. Beißen tut da keiner, das ist ja nicht rechtens. Bizarr ist auch, dass die Autorin die Vampire als ehemalige Atlantis Bewohner darstellt, die vor Tausenden von Jahren in der Nanotechnologie geforscht haben und schließlich von einem Nanovirus befallen wurden, der sich vom Blut des Wirtes ernährt. Dafür erhalten sie dann Unsterblichkeit und sonstige übersinnlichen Kräfte. Vom Verhalten her könnten aber alle Personen der nette Nachbar in der Kleinstadt sein, denn alles ist denkbar unspektakulär. Etienne ist für einen Vampir ein ziemliches Weichei, der sich zehn Mal überlegen muss, ob er denjenigen umbringen soll, der ihn zweimal fast um die Ecke gebracht hat. Rachel ist zwar etwas mutiger, aber auch sie hat einen glasklaren Gerechtigkeitssinn und kann sich kaum zu einer kleinen Lüge durchringen. Wenn die Liebesszenen nicht sehr erotisch wären, hätte das auch ein Kinderroman werden können. Da kam auch schon das Stichwort: Liebesszenen. Die sind wirklich gelungen und schön prickelnd ohne zu direkt zu sein. Insgesamt fährt man wohl am besten, wenn man alles nicht so ernst nimmt und sich das Buch als schöne Ablenkung vom stressigen Alltag zu Gemüte führt. Kein Vergleich mit Black Dagger oder den Romanen von Lara Adrian - das ist eine ganz andere Liga. Fazit Leichte und seichte Unterhaltung für Romantikfans - blutleer. |
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Romantik Erotik Spannung Action Anspruch Humor Originalität Preis Aufmachung |
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