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Lynsay Sands

Ein Vampir und Gentleman
von Lynsay Sands

erscheint auf Deutsch im März 2010 im Egmont Lyx Verlag
400 Seiten, Taschenbuchformat

Preis EUR 9,95

ISBN-13: 9783802583179
ISBN-10: 3802583175

übersetzt von Ralph Sander


Leseprobe

Elvi föhnte gerade ihre Haare, als Mabel anklopfte und etwas rief. Mürrisch schaltete sie den Föhn aus und erwiderte: „Was?“ „Bist du bald fertig?“, hörte sie die ungeduldige Stimme ihrer Freundin. „Ja, ja, ich bin gleich da.“ Sie wickelte die Schnur um den Haartrockner, ehe sie ihn weglegte, und warf einen sehnsüchtigen Blick auf die Wanne. Zwar hatte sie geduscht, aber ein Bad wäre ihr viel lieber gewesen. Elvi liebte ihre Badewanne, ein großer Whirlpool mit Unterwasserdüsen. Bei dieser Anschaffung hatte sie nicht gespart, denn sie fand, dass sie es sich verdient hatte. Schließlich hatte sie ihr luxuriöses Bett gegen einen Sarg eintauschen müssen, und da war eine solche Wanne zumindest eine Art gerechter Ausgleich. Mabel war sich gar nicht so sicher gewesen, ob ein Bad überhaupt für sie infrage kam. Über Dracula war in dieser Hinsicht nirgendwo ein Wort erwähnt. Nachdem Elvi aber ihr Leben lang großen Wert auf Körperpflege gelegt hatte, würde sie auf keinen Fall darauf verzichten – ob sie nun tot war oder nicht. Falls sich ihre Haut ablöste, sobald sie mit Wasser in Berührung kam, war es dann eben so. Zwar war ihre Haut dann tot, aber wenigstens sauber. Zum Glück war das nicht geschehen, und Elvi hatte die letzten fünf Jahre wie gewohnt baden und duschen können, ohne dass sich irgendwelche negativen Folgen eingestellt hätten. Gott sei Dank. „Wir sind spät dran“, rief Mabel von draußen. Elvi verdrehte die Augen, ging zur Tür und öffnete. „Natürlich sind wir spät dran. Deinetwegen habe ich verschlafen“, gab sie gereizt zurück, als sie nur in ein Badelaken gewickelt aus dem Badezimmer kam. „So viel zum Thema Dankbarkeit“, murmelte Mabel und drückte ihr ein Glas Blut in die Hand. „Trink das aus, und dann zieh dich an. Ich habe das neue Kleid auf dein Bett gelegt.“ Sie hob eine Braue, trank die kalte, dickliche Flüssigkeit zur Hälfte aus und entgegnete: „Ich habe kein Bett, Mabel, ich habe einen Sarg. Ich wünschte, ich hätte noch ein Bett.“ Während sie eine Grimasse schnitt, nahm Mabel das halb leere Glas an sich und gab Elvi einen Schubs, damit die sich in Bewegung setzte. „Anziehen!“ Elvi ging auf den Sarg in der Mitte ihres großen, fast leeren Schlafzimmers zu und ließ die Schultern hängen. Oh Gott, wie sehr fehlte ihr doch ihr Bett. Ein riesiges, luxuriöses Bett, das sie und Harry noch kurz vor seinem Tod gemeinsam ausgesucht hatten. Es hatte sich angefühlt, als würde man auf einer Wolke liegen. Und nun musste sie in einer Holzkiste schlafen. Neben dem Sarg aus Walnussholz blieb sie stehen und betrachtete ihn finster. Mabel bemerkte ihren düsteren Gesichtsausdruck und sagte: „Vielleicht kann Brendan etwas tun, damit der Sarg bequemer wird.“ Ihre Miene verfinsterte sich weiter. 


Vampire
Romantic Comedy
Seit sie durch ein Versehen in eine Vampirin verwandelt wurde, schläft Elvi Black in einem Sarg, meidet die Sonne und verzichtet auf Knoblauch. Sonst hat sie allerdings keine Ahnung, was es eigentlich heißt, eine Vampirin zu sein. Als ihre Nachbarn für sie eine Anzeige in die Zeitung setzen, trifft sie den umwerfenden Victor Argeneau. Victor ist reich, mächtig und gut aussehend, und jede Frau würde sich ihm mit Freuden zu Füßen werfen egal, ob lebendig oder untot. Victor erklärt sich bereit, Elvi in das Dasein als Vampirin einzuführen. Doch da verübt ein Unbekannter ein Attentat auf Elvi, dem sie nur knapp entgeht. Irgendjemand scheint es auf ihr Leben abgesehen zu haben, und nur Victor kann sie retten.




































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