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J. R. Ward



Hörbuch


Audio CD: 4 Seiten
Verlag: AME hören;
Auflage: 1., Erstauflage
(30. September 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868420029
ISBN-13: 978-
3868420029
gelesen von Johannes
Steck
Preis EUR 15,90


Im Vergleich...


leichter, softer, langsamer


dunkler, härter, schneller

Black Dagger Vampirherz
von J. R. Ward

auf Deutsch erschienen im Oktober 2008 im Heyne Verlag
300 Seiten*, Taschenbuchformat

Preis: EUR 7,95

ISBN: 3453532929
EAN: 9783453532922
Übersetzt von Astrid Finke


*auch hier wurde das englische Original leider wieder in zwei Teile gespalten und damit völlig unnachvollziehbar an einer spannenden Stelle auseinandergerissen...

Leseprobe

Marissa materialisierte sich auf der Terrasse vor Rehvenges Penthouse und kollabierte fast. Als sie auf die Schiebetür zutaumelte, riss er sie von innen weit auf.
»Gütige Jungfrau der Schrift. Marissa.« Hastig legte er den Arm um sie und zog sie hinein. Von Blutlust übermannt umklammerte sie seinen Bizeps. Der Durst in ihr war so stark, dass sie kurz davor stand, ihn hier auf der Stelle und im Stehen zu beißen. Um sich davon abzuhalten, ihm die Kehle aufzureißen, entwand sie sich seinem Griff. Doch er fing sie wieder ein und wirbelte sie herum.
»Komm sofort hierher!« Er schleuderte sie beinahe auf die Couch. »Du wirst noch zusammenklappen.«
Erschöpft sank sie auf den Polstern zusammen, sie wusste, dass er recht hatte. Ihr Körper war völlig aus dem Gleichgewicht, in ihrem Kopf drehte sich alles, Hände und Füße waren taub. Ihr Magen war nur mehr ein hohles, knirschendes Loch, die Fänge pochten, die Kehle war so trocken wie der Winter, so heiß wie der August.
Doch als er hektisch seine Krawatte löste und die Knöpfe an seinem Hemd aufmachte, murmelte sie: »Nicht an deinem Hals. Das ertrage ich nicht ... nicht dein ...«
»Für das Handgelenk bist du schon zu entkräftet. Du könntest nicht genug heraussaugen, und uns bleibt nicht mehr viel Zeit.« Wie auf dieses Stichwort hin trübte sich ihre Sicht, und ihr schwanden langsam die Sinne. Sie hörte ihn noch fluchen, dann zog er sie auf sich, drückte ihr Gesicht an seinen Hals und ... Die Biologie übernahm das Kommando. Sie biss ihn so heftig, dass sie seinen Körper zucken fühlte, und der pure Instinkt ließ sie saugen. Mit einem donnernden Brüllen strömte seine Kraft in ihre Eingeweide, breitete sich in ihren Gliedmaßen aus und ließ das Leben in ihren Körper zurückkehren. Während sie verzweifelt schluckte, flossen ihre Tränen so heiß wie sein Blut.
Rehvenge hielt Marissa nur locker fest. Er war erschüttert, wie ausgehungert sie war. Dabei war sie so ein zerbrechliches, zartes Wesen.
Sie sollte niemals so leiden müssen. Er strich ihr mit der Hand beruhigend über den schlanken Rücken. Innerlich wurde er immer wütender. Verdammt, was war nur mit dem Kerl los, auf den sie so stand? Wie konnte er sie zwingen, zu einem anderen zu gehen?
Zehn Minuten spät er hob sie den Kopf. Auf ihrer Unterlippe war ein schmal er Blutstreifen zu sehen, und Rehv musste sich mit der Hand an der Sofalehne festklammern, um ihn nicht abzulecken. Endlich gesättigt, aber mit tränennassem Gesicht lehnte sich Marissa anmutig gegen die ledernen Polster am anderen Ende der Couch und schlang die schmal en Arme um sich. Sie schloss die Augen, und er beobachtete, wie die Farbe in ihre feuchten Wangen zurückkehrte.
Schon ihr Haar all ein. So samtig. So üppig. So vollkommen. Er wollte nackt und ohne Medikamente und hart wie Stein sein, und diese blonde Pracht überall auf seinem Körper ausgebreitet fühlen. Und wenn er all das nicht haben konnte, dann wollte er sie wenigstens küssen. Und zwar sofort.

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Vampire
Urban Fantasy - Erotic Fantasy

Butch ist ruhelos und unglücklich. Sein Leben bei den Black Dagger ist zwar luxuriös, doch richtig dazu gehörig fühlt er sich auch nicht als Mensch. Er zieht durch die Clubs und trinkt zuviel, auch um Marissa zu vergessen, von der er glaubt, sie hätte kein Interesse an ihm. Gleichzeitig wird Marissa bewusst, dass ihr Leben nicht mehr viel wert ist. Von der Adelsgemeinschaft verstoßen, fällt sie auch bei ihrem strengen Bruder in Ungnade, da sie nicht nach seinen Vorgaben leben will. So kommt Marisse zu der Black Dagger Gemeinschaft, wo sie auch freundlich aufgenommen wird.
Butch zieht unterdessen um die Häuser und wird von Lessern angefallen und entführt. Omega hat einen hinterhältigen Plan: Sie/Er will Butch infiltrieren und somit das Versteck der Bruderschaft aufdecken. Omega schafft es auch, Butch ein verseuchtes Teil zu implantieren und sein Gedächtnis zu löschen. Vishous findet seinen Freund in halbtotem Zustand und bringt ihn zurück, auch wenn Butch irgendwie weiß, dass er ab sofort etwas Gefährliches in sich trägt. Auf der Krankenstation kommt es zum Treffen mit Marissa und beide können sich aussprechen. Auch wenn Butch Angst hat, Marissa zu gefährden, kann er ihrer Anziehungskraft nicht widerstehen, er liebt sie immer noch. Doch das Böse in ihm schwelt und er weist letztendlich Marissa von sich um sie zu schützen. Zusammen mit seinem Kumpel Vishous nimmt er sich vor, einen Weg zu finden, seine "Verseuchung" aufzuheben und die Urheber zu bestrafen. Parallel scheint es noch einen anderen Weg zu geben, Butch und gleichzeitig seine Beziehung zu Marissa zu retten. Vishous glaubt, dass es in Butchs Ahnengeschichte Vampire gegeben haben muss. Kann Butch tatsächlich als Vampir zu der Bruderschaft der Black Dagger kommen?

Es ist wirklich sehr bemerkenswert, wie J.R. Ward durchweg das gleiche Niveau in ihren Büchern bietet. Menschenkind ist ein absolut fantastisches Buch mit tollen Charakteren und einer packenden Story. Man bekommt sozusagen, was man nach der Lektüre der vorigen Bände erwartet. Obwohl ich anfangs dachte, dass eine Geschichte mit Butch in der Hauptrolle nicht so toll wird, hat mich das Buch eines Besseren belehrt. Butch ist ein schwieriger Charakter mit problematischer Vergangenheit und vielen Selbstzweifeln. Seine Zerrissenheit zwischen den Menschen und den Black Dagger ist überzeugend dargestellt und man kann sich gut in seine Lage hineinversetzen. Die Beziehung zu Marissa ist von Widrigkeiten geprägt aber dennoch intensiv und außergewöhnlich. Es wird genau beschrieben wie sehr Butch Marissa will und wie sehr ihn gleichzeitig seine Zweifel übermannen. Man kann richtig mitfiebern und es ist unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die Nebenhandlung mit den Lesser ist dieses Mal gut eingeflochten und die Szenenwechsel sind nicht so unangenehm wie bei einigen Vorgängern. Zum ersten Mal verbindet sich alles: Menschen, Vampire und Lesser, dadurch, dass Butch von Omega gezeichnet wird.
Die Liebesszenen sind gut platziert und recht explizit, aber ohne billig zu wirken. Es knistert richtig, wenn Marissa und Butch sich näher kommen und man wünscht sich als Leser nichts mehr, als dass die beiden endlich zueinander finden können. Natürlich gibt es auch wieder Einlagen mit allen anderen Brüdern und der Wiedererkennungseffekt macht einfach Spaß. Da hat man das Gefühl, dazuzugehören, wenn Zhadist Bella durch die Halle jagt um dann über sie herzufallen. Trotzdem verliert J.R. Ward nie den Fokus auf die Hauptpersonen. Vor allem im zweiten Teil (hier im Buch Vampirherz) eröffnet sich dem Leser ein Feuerwerk an Spannung, Emotion und Action. Vampirherz ist das bisher beste Buch der Serie und ich konnte es absolut nicht aus der Hand legen. Wobei ich jetzt schon weiß, dass das nicht an Butch liegt, es liegt an Vishous. Und der ist mehr als faszinierend. Es bleibt zum Schluss nur noch zu sagen, dass es eine Unverschämtheit ist, dass Heyne das Original so willkürlich auf zwei Bücher verteilt hat.

Fazit
Packender Liebesroman voll knisternder Erotik und dunkler Spannung.

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