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J. R. Ward


Hörbuch


Audio CD: 4 Seiten
Verlag: Ame Hören;
Auflage: 1 (27. März
2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 393804618X
ISBN-13: 978-
3938046180
4 CDs, gelesen von
Johannes Steck
Preis EUR 14,99


Im Vergleich...


leichter, softer, langsamer


dunkler, härter, schneller

Black Dagger Bruderkrieg
von J. R. Ward

auf Deutsch erschienen Dez 2007 im Heyne Verlag
350 Seiten*, Taschenbuchformat

Preis: EUR 7,95

ISBN: 345356510X
EAN: 9783453565104
Übersetzt von Astrid Finke


*auch hier wurde das englische Original leider wieder in zwei Teile
gespalten und damit völlig unnachvollziehbar an einer spannenden Stelle
auseinandergerissen...

Leseprobe

Mary sah auf den Wecker: 1:56. Bis zur Dämmerung würden Noch Stunden vergehen, und an Schlaf war nicht zu denken. Immer, wenn sie die Augen schloss, sah sie Rhage  mit all diesen Waffen behängt vor sich. Wie hatte sie ihn so im Streitgehenlassen können? Was, wenn ihm da draußen etwas zustieß?
Sie drehte sich auf den Rücken. Die Vorstellung, ihn vielleicht niemals wiederzusehen, war so verstörend, dass sie sich weigerte, sich damit auseinander zusetzen. Sie musste ihre widerstreitenden Gefühle wohl einfach hinnehmen. Gott,sie wünschte, sie könnte die Zeit zurückdrehen, bis zudem Moment, in dem er gegangen war. Sie hätte ihn fest umarmt. Und ihn streng dazu aufgefordert, auf sich aufzupassen, auch wenn sie keinen blassen Schimmer vom Kämpfen hatte und er –hoffentlich– ein Meister darin war. Sie wollte ihn einfach nur in Sicherheit–
Plötzlich wurde die Tür aufgeschlossen. Als sie aufschwang, leuchtete Rhages blondes Haar im Flurlicht auf.

Mary schoss aus dem Bett und quer durch den Raum und warf sich ihm dann in die Arme.
»Hey, hey, was zum…« Sein Arm umschlang sie, hob sie hoch und drückte sie an sich, während er herein kam und die Tür schloss. Als er sie wieder los ließ, glitt sie ans einem
Körper herunter. »Alles okay bei dir?«
Ihre Füße trafen auf den Boden,und sie kehrte in die Realität zurück.
»Mary?«
»Ähm,ja… ja, alles okay.«
Sie trat zur Seite. Sah sich um. Wurde dunkelrot im Gesicht. »Ich bin nur…ähm, also, ich gehe dann mal wieder ins Bett.«
»Moment mal, Frau.« Rhage zog seinen Trenchcoat, das Halfter und den Gürtel aus.»Komm wieder her. Ich mag es, wie du mich begrüßt.«
Er breitete die Arme weit aus,und sie drückte sich ganz fest an ihn, spürte seinen Atem. Sein Körper war so warm,
und er roch wunderbar. »Ich hatte nicht erwartet, dass du noch auf bist«, murmelte er und streichelte ihr mit der
Hand über die Wirbelsäule.
»Konnte nicht schlafen.«
»Ich hab dir doch gesagt,dass du hier in Sicherheit bist, Mary.«Seine Finger fanden ihren Halsansatz und massierten sanft ihren Nacken. »Hey, du bist ganz schön verspannt. Wirklich alles in Ordnung?«
»Mir geht’s gut. Rhage?«
Seine Finger hielten inne.»Beantwortest du diese Frage jemals wahr- heitsgemäß?«
»Habe ich gerade.«So ungefähr.
Er streichelte sie wieder.»Versprichst du mir etwas?«
»Was denn?«
»Gib mir Bescheid, wenn es dir nicht gut geht, ja?« Seine Stimme klang jetzt ganz zärtlich.
»Ich meine, ich weiß ja, dass du eine ganz Harte bist, deshalb halte ich bestimmt nicht die ganze Zeit Luft an. Du musst dir keine Sorgen machen, dass ich vor Nervosität um komme.« Sie lachte. »Ich verspreche es.«
Er hob ihr Kinn mit dem Finger an, seine Augen blickten ernst.
»Sonst werde ich dich daran erinnern.« Dann küsste er sie leicht auf die Wange.
»Ich wollte gerade in die Küche gehen und mir was zu essen holen. Willst du mit kommen? Das Haus ist ganz still. Die Brüder sind noch unterwegs.« »Klar. Ich ziehe mich nur schnell um.«

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Vampire
Urban Fantasy - Erotic Fantasy

Mary Luce ist entsetzt, als sie die Diagnose vom Arzt erhält: die besiegt geglaubte Leukämie ist wieder da und breitet sich in ihrem Körper aus. Doch es bleibt ihr keine Zeit um sich in ihrer Trauer zu vergraben: ihre Nachbarin Bella hat einen völlig verängstigten und allein gelassenen Jungen aufgenommen namens John. John ist taubstumm und nur Mary findet Zugang zu ihm, da sie die Sprache beherrscht. Bella bittet Mary mitzukommen, wenn sie ihn zu ihren "Freunden" fährt. Was Mary nicht weiß, ist dass Bella eine Vampirin ist und John wahrscheinlich auch auf seinem Weg dahin. Er muss zum Hauptquartier der Black Dagger um dort bewacht und ausgebildet zu werden. Nichtsahnend willige Mary ein und trifft dort überraschend auf den attraktiven Rhage. Für Rhage ist es eine entscheidende Begegnung: noch nie hat die Stimme eines Menschen ihn so sehr beeindruckt, es scheint, als würde sie ihn an sich fesseln. Für Rhage steht fest, dass Mary etwas besonderes für ihn ist, er will sie kennenlernen.

Bald sucht er sie zuhause auf und versucht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Doch Mary will sich erst nicht auf ihn einlassen. Sie glaubt nicht, dass so ein Mann ernsthaft Interesse an ihr haben könnte, erst recht nicht wegen ihrer Krankheit. Doch Rhage lässt nicht locker und nachdem es zu einem Überfall der Lesser auf Mary und Bella kommt, bei dem Bella entführt wird, nimmt Rhage Mary zu sich ins Hauptquartier. Dort verfällt sie natürlich seiner Anziehungskraft und verliebt sich immer mehr in ihn. Doch obwohl Rhage nichts lieber täte, als sich an Mary zu binden, gibt es da noch die Bestie in seinem Inneren, die in Gegenwart Mary's droht, hervorzubrechen. Es beginnt ein Wettlauf gegen den Fluch, gegen Mary's Krankheit und gegen den perversen Lesser, der Bella in seiner Gewalt hat.

Der 3. Band schließt sich stilistisch und auch storytechnisch ganz eng an die Vorgänger an. Alle Personen des ersten Bandes kommen hier auch wieder vor, mit Hauptaugenmerk nun auf Rhage und Mary. Meines Erachtens geht es hier sogar noch rasanter und emotionaler zu, was nicht zuletzt mit der Tragik um Mary's Leukämie zusammenhängt. Es gibt ein ziemliches Hin und Her zwischen den beiden, was ab einem gewissen Zeitpunkt sogar auf die Nerven fällt. Da wird das Happy End schon künstlich in die Länge gezogen. Nichtsdestotrotz ist J.R. Ward wieder ein Feuerwerk an Unterhaltung auf seichtem Niveau gelungen. Rhage ist ein schillernder, extrovertierter Pfau mit Tiefgang, der einfach mitreißend ist. Die sanfte und zarte Mary an seiner Seite gibt einen bezaubernden Kontrast. Hier wird ganz bewusst mit den Sehnsüchten der weiblichen Leserschaft gespielt, aber wenn man das akzeptiert, bekommt man alles was man will.

Wahnsinns-Sexszenen wo es nur so prickelt, ein von einem Fluch gequälter Held, der durch eine aufopferungsvolle Frau geheilt wird, spannende und dramatische Dialoge, Liebesschwüre und Verwicklungen.
Dadurch, dass man normalerweise bereits die ersten beiden Bände gelesen hat, ist die Faszination nicht allzu groß, da einige stilistische Überraschungen schon gelaufen sind, aber der Lesespaß ist ungemindert. Nur zu guter letzt muss man hier auch wieder einen Rüffel an den Verlag aussprechen, der diese schöne, zusammenhängende Geschichte brutalstens auf zwei Bände zerrissen hat.

Fazit
Ein würdiger Nachfolger des ersten Teils mit schillernden Helden und viel Tempo.





















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