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J. R. Ward


Hörbuch


Audio CD

Verlag: Lagato Verlag;
Auflage: 1., Aufl. (1.
Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3938956542
ISBN-13: 978-
3938956540
4 CDs, gelesen von
Johannes Steck
Preis EUR 14,99


Im Vergleich...


leichter, softer, langsamer


dunkler, härter, schneller

Black Dagger Blutopfer
von J. R. Ward

auf Deutsch erschienen August 2007 im Heyne Verlag
302 Seiten*, Taschenbuchformat

Preis: EUR 7,95


ISBN: 3453523016
EA
N: 9783453523012
Übersetzt von Astrid Finke


* In der deutschen Ausgabe wurde der erste Band in zwei Teile geteilt (wahrscheinlich um mehr Geld zu verdienen, denn mit 15,90 EUR hat man ein vielfaches von $ 7.99 gezahlt...)

 Sammelband Teil 1 und 2 (Nachtjagd und Blutopfer)
 Taschenbuch: 576 Seiten
 Verlag: Heyne Verlag (26. Januar 2009)
 Sprache: Deutsch
 ISBN-10: 345372271X ISBN-13: 978-3453722712
 Preis
EUR 10,00
Leseprobe

Als er in den Salon trat, lauschte er. Die Stille war vermutlich für alle gut. Er musste sich zusammenreißen.
Ruhelos schlich er im Haus herum, blieb vor dem Esstisch stehen. Er war so gedeckt worden, wie er es gewollt hatte. Zwei Gedecke an einem Ende. Kristall und Silber. Kerzen.
Und er hatte seinen Bruder erbärmlich genannt?
Wäre das nicht alles Darius unbezahlbarer Krempel gewesen, er hätte mit einer Armbewegung alles vom Tisch gewischt. Seine Hand schoss nach vorn, als wollte sie dem Impuls einfach trotzdem nachgeben, aber die Jacke bremste ihn. Gerade packte er das Revers mit beiden Händen und wollte sich den edlen Zwirn vom Leib reißen und ihn verbrennen, da öffnete sich die Eingangstür. Er drehte sich um.
Da war sie. Sie kam über die Schwelle und schritt in die Eingangshalle.
Wraths Hände sanken nach unten.
Sie trug Schwarz. Ihr Haar war aufgesteckt. Sie duftete  wie eine nachtblühende Rose. Er atmete durch die Nase ein, sein Körper wurde hart, seine Instinkte verlangten, sie unter sich zu spüren.
Doch da trafen ihn ihre Gefühle. Sie war argwöhnisch, nervös. Er konnte ihr Misstrauen eindeutig spüren und empfand eine perverse Befriedigung, als sie zögerte, ihn anzusehen.
Seine Wut kehrte zurück. Mit aller Wucht. Fritz schloss diensteifrig die Tür, der Dog­g­en strahlte eine Heiterkeit aus, die glänzte wie Sonnenschein. »Ich habe Wein im Salon bereitgestellt. In etwa dreißig Minuten werde ich den ersten Gang servieren, wenn es Euch recht ist.«
»Nein«, befahl Wrath. »Wir setzen uns sofort an den Tisch.«
Fritz schien irritiert, erkannte dann aber offensichtlich Wraths Gefühlslage.
»Wie Ihr wünscht, Herr. Sofort.« Der Butler verschwand so rasch, als würde es in der Küche brennen.
Wrath starrte Beth unverwandt an.
Sie machte einen Schritt zurück. Wahrscheinlich wegen seines wütenden Blicks.
»Du siehst  anders aus«, sagte sie. »In diesen Sachen.«
»Falls du glaubst, sie hätten mich gezähmt, dann täuschst du dich.«
»Tu ich nicht.«
»Gut. Dann bringen wir das jetzt hinter uns.«
Wrath ging ins Esszimmer. Sie würde ihm schon nachkommen, wenn sie wollte. Und wenn nicht? Verflucht, dann wäre es vermutlich für alle Beteiligten besser. Er hatte es sowieso nicht eilig, am Tisch festzusitzen. Beth sah Wrath nach. Er schlenderte in den Salon, als gäbe er einen Dreck darauf, ob sie mit ihm essen würde oder nicht. Hätte sie nicht selbst schon Bedenken gegen diesen Plan gehabt, wäre sie zutiefst gekränkt gewesen. Er hatte sie zum Essen eingeladen. Warum war er dann jetzt so miserabel gelaunt, als sie auftauchte? Sie war in Versuchung, sich einfach wieder aus dem Staub zu machen. Doch sie folgte ihm ins Esszimmer, weil sie das Gefühl hatte, keine Wahl zu besitzen. Es gab so viele Dinge, die sie erfahren wollte, Dinge, die nur er ihr erklären konnte.
Obwohl sie – Gott war ihr Zeuge – diese Informationen liebend gern von jemand anderem bekommen hätte. Als sie hinter ihm herlief, konzentrierte sie sich auf seinen Hinterkopf und versuchte, seinen kraftvollen Gang zu ignorieren. Sie scheiterte kläglich. Er bewegte sich einfach zu perfekt. Bei jedem Aufsetzen seiner Ferse verlagerten sich seine Schultern unter dem teuren Jackett, um den Schub der Beine auszugleichen. 

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Vampire
Urban Fantasy - Erotic Fantasy

Um an bessere Stories zu kommen, hat die gewitzte Reporterin Beth gute Kontakte zur Polizei aufgebaut. Vor allem mit dem ruppigen Butch versteht sie sich gut und kann sich so einige gute Schlagzeilen sichern. Seine Annäherungsversuche wehrt sie aber ab. Gleichzeitig merkt sie nicht, dass sie von jemand ganz anderem beobachtet wird. Es ist Wrath, der Anführer der Bruderschaft der Black Dagger. Sie haben sich dem Kampf gegen die Lesser verschrieben, einer Vereinigung von seelenlosen Geschöpfen, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Wrath beobachtet Beth nicht freiwillig, er hat seinem guten Freund Darius sein Wort gegeben, auf seine Tochter aufzupassen, sollte ihm etwas geschehen. Und leider wurde er Opfer eines Anschlags und starb in einem brennenden Fahrzeug. Wrath will sich zuerst nicht auf einen "Babysitter"-Job einlassen, doch dann fühlt er sich zu der hübschen Beth hingezogen. Sie weiß nicht, dass ihr Vater ein Vampir war, und dass sie sich bald selbst in einen verwandeln wird. Mit Mitte Zwanzig erleben alle ihre Transition, was bedeutet, dass sie sich in Vampire verwandeln. Wrath soll sich um sie kümmern und sie dabei unterstützen. Doch dass sie ihm sein Herz raubt, damit hätte er nicht gerechnet. Er nimmt sie mit in sein Hauptquartier und dort lernt Beth die anderen Brüder und ihre Welt kennen. Aber obwohl er sie um jeden Preis beschützen will, möchte Beth bei der Aufklärung des Mordes an ihrem Vater helfen.

Nach den ersten paar Seiten hat mich dieses Buch umgehauen. Ein solches Tempo, solch straff gezogene Handlung, solch schillernde Charaktere. J.R. Ward ist Meisterin im Übertreiben, aber auf meistens positive Art und Weise. Kurze Sätze, saloppe Dialoge, viele Szenenwechsel, kurze Abschnitte und man hat das Buch in 2 Std. durchgelesen. Unglaublich. Leider ärgert man sich dann maßlos über das offene Ende, das völlig willkürlich vom Verlag so vorgenommen wurde, um mehr Geld an den Büchern zu verdienen. Ekelhaft. Aber abgesehen von dieser unschönen Tatsache ist das Buch ein Kracher. Hier wird der geneigte Leser von Paranormalen Liebesromanen voll auf seine Kosten kommen.

Sämtliche männlichen Hauptpersonen sind auf ihre eigene Art unwiderstehlich und sexy. Das Leben spielt sich auf der Straße im Kampf gegen die Lesser ab, die unter der brutalen Führung der/des geheimnisvollen Omega die Menschheit unterjochen wollen. Als Anführer der Black Dagger muss Wrath natürlich ganz besonders eindrucksvoll sein. Und J.R. Ward spart nicht mit extremen Vokabeln um ihn zu beschreiben. Es läuft einem wahrlich das Wasser im Mund zusammen, wenn man seine Beschreibung liest. Dass er fast blind ist, macht das ganze nur noch prickelnder. Wenn man sich dann erst mal ein wenig an das rasante Tempo gewöhnt hat, möchte man mehr über Wrath und Beth erfahren, mehr schöne Momente mit ihnen erleben. Doch obwohl die Geschichte deutlich auf die Hauptpersonen fixiert ist, kommt es zu vielen Action-haltigen Kampfszenen mit den Lessern. Anfangs habe ich das wie bei C. Feehan eher als störend empfunden, aber dieser Eindruck legt sich mit der Zeit. Die Autorin verfolgt mit den Lessern ein weiterreichendes Ziel und beleuchtet manche von ihnen sogar näher. Daher macht die Nebenhandlung mehr Sinn und die "Bösen" sind auch nicht ganz so unterbelichtet wie bei C. Feehan.

Herausragend sind die Liebesszenen, die genau das richtige Maß zwischen Romantik und explizitem Sex treffen. Das Katz- und Maus-Spiel zwischen Wrath und Beth ist atemberaubend schön und es kommt zu tollen Dialogen. Nebenbei lernt man die anderen Mitglieder der Black Dagger kennen und freut sich schon auf die nächsten Bände. Besonders ansprechend fand ich, dass J.R. Ward hier auch wieder das Thema "Gefährte für die Ewigkeit" aufgreift. Das macht Happy Ends noch viel schöner.

Fazit
Rasant, düster und erotisch - hier kommt jeder Fan auf seine Kosten! Unbedingt lesen, und wenn es nur Band 1 und 2 sind!















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